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HIV trotzt der stärksten Schleimhaut PDF Drucken
Geschrieben von: Simone Gerwig   
Die Gefahr einer AIDS-Infektion beim Sex ist für Frauen größer als bisher angenommen. Denn anders als vermutet, lässt sich das HI-Virus durch eine gesunde Scheidenschleimhaut nicht aufhalten. Thomas Hope und weitere Wissenschaftler von der Northwestern University School of Medicine in Chicago verkündeten diese schlechte Nachricht im Dezember 2008 auf dem 48. Jahrestreffen der American Society for Cell Biology. Die Forscher hatten Gewebeproben mit gefärbten HI-Viren infiziert, welche anschließend innerhalb weniger Stunden die äußere intakte Schleimhautschicht, das Plattenepithel, passierten. Die Viren nutzten dabei die geweiteten Abstände der Hautzellen während des Zellerneuerungsprozesses und waren so in der Lage, tiefer liegende Immunzellen zu infizieren. Bisher waren Mediziner davon ausgegangen, dass das Virus nur verletzte Schleimhautschichten oder das am Gebärmutterhals verdünnte Epithel durchdringen könnten. So war die Gefahr einer HIV-Infektion bei intakter Scheidenschleimhaut lange unterschätzt worden.
 

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