Der böse große Bruder Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carmen Fischer   

Was jüngere Geschwister immer schon wussten, hat ein Forschungsteam um den französischen Entwicklungsforscher Alexandre Courtiol nun bewiesen: Erstgeborene sind weniger vertrauensselig, kooperativ und deutlich konkurrenzbewusster als ihre jüngeren Geschwister.

Bei der Studie erhielten die 417 Probanden, darunter 178 Erstgeborene, einen Betrag von 3 Euro, den sie entweder behalten oder einem Partner zur Verfügung stellen konnten. Dieser verdreifachte das Geld und konnte entscheiden, wie viel er seinem Investor davon auszahlte. Der Betrag, den die Spieler in den anderen investieren, soll ihre Vertrauensseligkeit widerspiegeln.

Erstgeborene investierten dabei 25 bis 29 Prozent weniger in ihre Partner und zeigten sich in beiden Fällen damit weniger großzügig als die Vergleichsgruppen. Courtiols Kollege Delroy Del Paulhus geht davon aus, dass Erstgeborene das Kooperieren, Kompromissschließen und Vertrauen nicht lernen: Sie sind in den ersten Lebensjahren entweder alleine oder ihren jüngeren Geschwistern körperlich und geistig überlegen.

 

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