Wie Schlafmangel das Gedächtnis stört Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carmen Fischer   

Wer schlecht schläft, vergisst schneller, weil das Gehirn die Erinnerungen und Eindrücke nicht mehr richtig verdauen kann. Neurowissenschaftler der Universität von Pennsylvania haben nun erstmals nachgewiesen, an welcher Stelle es im komplizierten System „Erinnerung“ bei Schlafentzug hakt. Bekannt war bisher, dass die nächtliche Gedächtnisbildung aus einer Reihe von Mechanismen besteht, die durch das Feuern eines Neurons ausgelöst werden.

Wie das Team um Christopher Vecsey anhand einer Testreihe an Mäusen nun herausfand, werden diese Mechanismen dadurch gestört, dass das Signalenzym namens cAMP bei Schlafmangel schneller abgebaut wird und damit die Kette „Erinnern“ unterbrochen oder zumindest abgeschwächt wird. Ein Gegenmittel ist bereits gefunden: Das Medikament Rolipam, das als Arzneimittel ursprünglich gegen Depressionen eingesetzt werden sollte. Es verhindert  den schnellen Abbau des cAMP-Enzyms. Dadurch können Erinnerungen trotz Schlaflosigkeit festgehalten werden.

 

©2008-2010 Studentenfutter

Admin: Attila Teglas || Universität Tübingen || Joomla! Template Design by funky-visions.de