Aus aller Herren Meere Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wiebke Harle   

Was haben die chinesische Wollhandkrabbe im Rhein oder die pazifische Auster im norddeutschen Wattenmeer zu suchen? Nichts. Bei diesen Tieren handelt es sich um so genannte Bioinvasoren. Als blinde Passagiere an Frachtschiffen werden sie aus den verschiedensten Gewässern der Erde mitgebracht, dringen in fremde Ökosysteme ein und bringen diese aus ihrem natürlichen Gleichgewicht.

Ein Forschungsteam der Universität Oldenburg um den Mathematiker Bernd Blasius belegte in einer aktuellen Studie, dass der Schiffsverkehr auf den fünf Weltmeeren einem mathematischen Muster folgt. Mit Computersimulationen kann nun berechnet werden, wie groß die Gefährdung durch invasive Arten tatsächlich ist.

Sicher ist: Die Bedrohung durch Bioinvasoren steigt, da auch der Warentransport mit Schiffen immer weiter anwächst. Um die Ökosysteme künftig zu schützen, schlägt Blasius vor, ein Präventionssystem für besondere Risikoschiffe und -häfen zu entwickeln. Ziel des Forscherteams ist es, die Risiken einer Bioinvasion berechnen zu können, indem man die Warenflüsse im globalen Welthandel auswertet.

 

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