Augen zu, Emotionen an Drucken E-Mail
Geschrieben von: Maximilian Liesner   

 

Ein einfaches Augenschließen reicht aus, um Musik sofort wesentlich emotionaler zu erleben als mit geöffneten Augen. Die Neurologin und Psychiaterin Talma Hendler von der Universität Tel Aviv hat ein Experiment initiiert, um der Wirkung von Musik bei geschlossenen Augen auf den Grund zu gehen. Hendler spielte 15 Probanden ein spannungsintensives Musikstück vor, das diese zuerst mit geöffneten und danach mit geschlossenen Augen anhörten. Gleichzeitig maß sie die Gehirnaktivität in einem Kernspintomographen. Die Versuchsteilnehmer berichteten nach Abschluss des Experiments, sie hätten bei geschlossenen Augen ein stärkeres Gruseln empfunden. Die Ergebnisse der Kernspin-Messungen bestätigten diese Einschätzung: Beim Zuhören mit geschlossenen Augen tritt eine deutlich höhere Aktivität auf – und zwar in den Amygdalae, den wichtigsten Emotionszentren des Gehirns. Das Schließen der Augen scheint eine direkte Verbindung zu diesen Regionen herzustellen und so eine intensivere Verarbeitung der Emotionen zu ermöglichen als bei geöffneten Augen.

 

 

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