Hartnäckiger Schmutz Drucken E-Mail
Geschrieben von: Nicole Posth   

Vor 21 Jahren lief der Öltanker „Exxon Valdez“ an der Küste Alaskas auf Grund, 40.000 Tonnen Rohöl flossen ins Meer. Es war eine der größten Umweltkatastrophen des letzten Jahrhunderts und ein Katalysator für Umweltproteste und Umweltforschung. Jetzt berichten Forscher der Temple University, Pennsylvania, USA in „Nature Geoscience“, wie lange Rohöl, abhängig von der Geologie, bestand hat.

Zwei Mechanismen helfen, Rohöl abzubauen: Auswaschen durch mechanische Kräfte und mikrobieller Abbau. An der Küste finden Geologen meist einen Grund aus lockeren Steinschichten, in die das Rohöl eindringen kann. Bei Ebbe sinkt dieses Öl weiter in eine kompakte Sandschicht ab, in der Frischwasser und Sauerstoff keinen Einfluss haben. In diesem sauerstofffreien Bereich wird das Öl durch Kapillarkräfte festgehalten und kann von sauerstoffabhängigen Bakterien nicht abgebaut werden. Dadurch bleibt das Öl an Ort und Stelle.

Der Ölabbau in der Arktis nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Für nächstes Jahr ist die Inbetriebnahme neuer Bohrinseln vor Grönland in Planung. Die Forscher aus Pennsylvania glauben deshalb, dass Ihre Forschungsergebnisse eine Warnung sein sollten, welche Umweltbelastung die Ölförderung in diesem Gebiet darstellt.

Ölverschmutzte Vögel (Exxon Valdez Oil Spill Trustee Council) Die US-Marine hilft bei der Beseitigung des Erdöls 1989 (public domain, PH2 POCHE)

Links: Ölverschmutzte Vögel (Bild: Exxon Valdez Oil Spill Trustee Council)

Rechts: Die US-Marine hilft bei der Beseitigung des Erdöls 1989 (Bild: Public Domain, Fotograf: PH2 POCHE)

 

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