Therapie bei Uranvergiftungen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dorothee Kottmeier   

Chemiker der University of Chicago und des Argonne National Laboratory haben ein Protein entwickelt, das künftig bei der Therapie von Uranvergiftungen helfen könnte. Ein Regulatorprotein, NikR, aus dem Bakterium E.coli diente den Forschern als Vorbild für die Entwicklung eines uranbindenden Moleküls. Den Wissenschaftlern gelang es, das nickelbindende Molekül durch Veränderung dreier Aminosäuren so zu verändern, dass es statt Nickel Uran festhält. Wenn das Uran sich an das künstliche Protein bindet, werden im Bakterium Gene angeschaltet, deren Aktivität man mit einfachen Methoden nachweisen kann.

Da Uran noch immer als nuklearer Brennstoff und als Waffenmaterial dient, kommen Arbeiter recht häufig mit dem Metall in Kontakt und vergiften sich, da es nicht nur radioaktiv ist, sondern auch eine hochtoxische Wirkung für den Menschen hat.

Das künstlich erschaffene Protein ist der erste Schritt der Entwicklung eines neutralisierenden Gegenmittels bei Uranvergiftungen und zu deren Diagnose. Auch könnten radioaktive Abfälle mit dem Protein entgiftet werden.

 

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