Auf Wiedersehen, Freunde Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dorothee Kottmeier   

In einer Studie der AG Interpäd an der philosophischen Fakultät der Leibniz-Universität Hannover soll der Bildungs- und Berufserfolg junger Menschen mit Migrationshintergrund untersucht werden. Ziel ist es aufzuzeigen, welche Faktoren den Erfolg ihrer schulischen und universitären Laufbahn bedingen und welche Beweggründe sie haben, nach dem Studium zurück ins Ausland zu gehen. Denn obwohl ein erfolgreiches Studium beste Voraussetzung für einen Berufseinstieg an deutschen Firmen wäre, kehren viele eingewanderte Absolventen deutscher Hochschulen wieder ins Land ihrer Vorfahren zurück, um dort zu leben und zu arbeiten. Solche Rückkehrer in das Herkunftsland der Eltern nennt man Transmigranten. „ Warum sahen sie hierzulande keine beruflichen Möglichkeiten für sich und wieso lässt Deutschland sie ziehen?“ formuliert Dr. Isabell Sievers, Koordinatorin der AG Interpäd, die Fragestellung der Studie.

Um herauszufinden, welche Beweggründe die TransmigrantInnen hatten „zurückzukehren“, sollen zwei unterschiedliche Gruppen erfolgreicher HochschulabsolventInnen türkischer, russischer und polnischer Abstammung befragt werden: diejenigen, die nach ihrem Studium in Deutschland verblieben sind und diejenigen, die das Land verlassen haben.

Vorstudien mit TransmigrantInnen aus Ankara und Antalya deuten bereits an, dass es einfacher sein könnte, im Ausland Erfolg zu haben. Denn: Trotz guter Bildung und Zweisprachigkeit fühlten sich viele der Befragten in Deutschland noch immer gesellschaftlich benachteiligt. In ihren Herkunftsländern hingegen fühlten sie sich willkommen und ihr Talent war äußerst gefragt.

Es zeigte sich auch, dass der individuelle Rat und die Unterstützung einer außenstehenden Person dazu beitrugen, den Werdegang der Kinder frühzeitig zu fördern. Zu diesen Personen zählten beispielsweise LehrerInnen und NachbarInnen. Sievers: „Aus diesen Erkenntnissen können wir bildungspolitische Rückschlüsse ziehen: Wie können erfolgreiche Biographien besser gefördert werden?“

 

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