Die richtige Frequenz gegen Tinnitus Drucken E-Mail
Geschrieben von: Julia Escher   

Deutsche Wissenschaftler um Christo Pantev vom Institut für Biomagnetismus und Biosignalanalyse der Universität Münster haben durch eine gezielte Musiktherapie bei Patienten eine Verbesserung von Tinnitus erzielt.

Die erste von drei Versuchsgruppen hörte 12 Monate lang täglich ihre Lieblingsmusik. Die Frequenz, auf der auch der Tinnitus des jeweiligen Patienten lag, hatte man vorher herausgefiltert. Am Ende des Jahres hatte das Tinnitus-Geräusch bei ihnen im Schnitt um ein Viertel nachgelassen. Die zweite Gruppe hörte Musik, bei der eine zufällig ausgewählte Frequenz entfernt worden war, die dritte hörte keine. Bei diesen beiden Gruppen hatte sich der Tinnitus jeweils bei der Hälfte der Patienten verbessert, bei der anderen verschlechtert.

Die Hirnmessungen der ersten Gruppe nach Ablauf des Jahres zeigten eine verminderte Reaktion auf die Hörreize in der Tinnitus-Frequenz. Bei den beiden anderen Gruppen zeigte sich dagegen eine verstärkte Reaktion.

Die Wissenschaftler nehmen an, dass sich bei der Entstehung von Tinnitus einige Nervenzellen falsch mit anderen verschalten. Nun reagieren sie auch, wenn eigentlich andere Frequenzen im Ohr ankommen. Das Ziel der Forscher war es, die entsprechenden Nervenzellen, welche die Tinnitus-Frequenzen erzeugen, zu beruhigen, so dass sie auf Dauer nicht mehr mit angeschlagen werden.

 

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