Lücke im Stickstoffzyklus geschlossen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Maren Emmerich   

Für die Oxidation von Ammoniak im Meer sind bestimmte einzellige Organismen (Archaeen) verantwortlich, die auch bei sehr geringem Nährstoffangebot wachsen können. Dies demonstrierten Wissenschafter um David Stahl aus Seattle in Versuchen mit einem aus dem Meer isolierten Archaeenstamm. Dieser war in der Lage, 100-fach geringere Mengen an Ammoniak in Nitrit umzuwandeln und sich dabei zu vermehren, als bestimmte Bakterien hierfür benötigen. Diese galten bisher als die einzigen Organismen mit der Fähigkeit, Ammoniak zu oxidierenden – eine komplexe Reaktion, die nur wenig Energie liefert.

Da im Meer nur sehr geringe Mengen an Ammoniak vorkommen, die den Bakterien nicht zum Überleben reichen, war es lange ein Rätsel, wie dieser Schlüsselprozess im globalen Stickstoffkreislauf vonstatten geht. Ein umfassendes Verständnis des Stickstoffkreislaufes ist nicht zuletzt deshalb von Interesse, da Stickoxide nach dem Verbot der FCKWs diejenigen Substanzen sind, welche die schützende Ozonschicht in der Stratosphäre am stärksten angreifen.

 

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