Von „Ötzis“ Isomatte bis zum Steinzeit-Löwenmenschen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carmen Fischer   

Mit einer Vielzahl von Methoden versuchen Wissenschaftler, die Vergangenheit zu verstehen. Die experimentelle Archäologie und die Archäotechnik sind dabei mit die spannendsten. Denn dabei wird nicht nur geforscht, es wird auch nachgebaut und ausprobiert.

Langsam bewegen sich die beiden Männer durch den Schnee in Richtung Gipfel. Es stürmt. Sie tragen grasgefüttertes Schuhwerk aus Bären- und Hirschfell und Beinröhren aus Ziegenleder. Den Oberkörper schützt ein Mantel aus Ziegenfell, hellbraun-dunkelbraun gestreift, die Haarseite nach außen. In einer Kraxe tragen sie auf dem Rücken lediglich das Nötigste. Sie ernähren sich auf ihrer Wanderung von Pemmikan, einer Mischung aus Fett, Trockenfleisch und Trockenfrüchten – und von dem, was sie auf ihrem Weg finden. Ihr Ziel liegt jenseits der Alpen, in Südtirol. Und doch ist der Weg das Ziel. Denn die beiden Männer nehmen am „Experiment Steinzeit“ teil. Bei ihrer Alpenüberquerung im Jahr 2006 standen ihnen lediglich Mittel und Kleidung zur Verfügung, die ihre Vorfahren bereits vor 5000 Jahren nutzen konnten – das Fernsehpublikum beobachtete im Jahr darauf, ob das „Experiment Steinzeit“ denn auch glücken wird.

Die Frage nach dem Wie

Die klassischen archäologischen und geschichtswissenschaftlichen Methoden gewinnen ihre Erkenntnisse durch Beobachtung und Interpretation von Funden und Fundstätten. Die experimentelle Archäologie versucht, diese Erkenntnisse durch Erfahrungswerte zu vertiefen. Wo die herkömmliche Archäologie aufhört, beginnt so die experimentelle Archäologie. Auch beim „Experiment Steinzeit“, das der SWR im Frühjahr 2007 ausstrahlte, ging es darum, wissenschaftliche Fragestellungen beantworten zu können. Denn zur großen Überraschung der Archäologen fand man in den Pfahlbausiedlungen am Bodensee Gegenstände, die teilweise aus Norditalien stammen: Feuerstein, Muschelschmuck und Kupferwerkzeug zum Beispiel. Die Forscher deuten die Funde: Schon in der Steinzeit muss es demnach einen Austausch von Gütern über die Alpen gegeben haben. Wie war das möglich? Gab es schon in der Jungsteinzeit erste Handelsrouten über die Alpen?

Ötzis Schuhe aus Hirschfell mit Bärenfellsohlen
Rekonstruktion der Innengeflechte der Ötzi-Schuhe

Oben: "Ötzis" Schuhe aus Hirschfell mit Bärenfellsohlen.

Unten: Rekonstruktion der Innengeflechte der "Ötzi"-Schuhe.

Rekonstruktion und Bild: Anne Reichert

Dank der guten Konservierung der Eismumie „Ötzi“ verfügt man heute über einige Grundkenntnisse der jungsteinzeitlichen Kleidung. Aber war sie auch alpentauglich? Genau dies sollte durch den Versuch festgestellt werden. „Trotz der wissenschaftlichen Fragestellung darf man das ‚Experiment Steinzeit‘ nicht als rein wissenschaftliches Experiment im Sinne der experimentelle Archäologie sehen“, betont Anne Reichert, die zusammen mit Harm Paulsen und anderen das Format wissenschaftlich betreute und unter anderem für die Herstellung der Fellschuhe zuständig war. „Die Vorbereitungszeit dafür war einfach viel zu kurz.“

Kontroverse Grundlagendiskussion

Experimentelle Archäologie bedeutet zunächst, historische Gegenstände möglichst originalgetreu nachzubilden, um damit Versuche zu unternehmen, die wissenschaftliche Fragestellungen beantworten können. Oft genug aber sollen bereits durch das Herstellen der Nachbildung selbst bestimmte Fragen beantwortet werden, beispielsweise nach handwerklichen Techniken.

So klar die Definition der experimentellen Archäologie auf den ersten Blick zu sein scheint, so komplex und umstritten ist das, was sich unter diesem Begriff der Öffentlichkeit präsentiert. Der Berufsstand „experimenteller Archäologe“ ist rechtlich nicht geschützt.

Für die Situation in Deutschland skizziert Archäotechniker Wulf Hein, gelernter Tischler, das folgende Bild: „Fünfzig Prozent meiner Kollegen sind wie ich Quereinsteiger aus handwerklichen Berufen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Die andere Hälfte sind Uni-Mitarbeiter, die überwiegend aus der Archäologie kommen.“ Deshalb sieht sich Wulf Hein auch weniger als experimenteller Archäologe, sondern schuf den Begriff „Archäotechniker“, da er sich selbst als jemand sieht, der sich mit altertümlichen Verfahrensweisen beschäftigt und diese öffentlich vor interessiertem Publikum demonstriert. Archäotechniker sind die Experten für die Praxis. Ihre Arbeit ist oft mühselige Handarbeit. Dafür können ihre Rekonstruktionen dem Laien einen anschaulichen Einblick in die Vergangenheit geben.

In Deutschland werden zum Beispiel durch die EXAR, die Europäische Vereinigung zur Förderung der Experimentellen Archäologie, regelmäßige Austauschplattformen wie zum Beispiel Kongresse und Gastvorträge geschaffen, in denen es darum geht, durch Experimente Lösungen für bestimmte Fragestellungen zu finden.

Das Grasgeflecht, das bei „Ötzi“ gefunden wurde, zum Teil noch festgefroren an dem Stein, auf dem er gelegen hatte, wirft bis heute Fragen auf, mit denen sich Anne Reichert beschäftigt. Ein Umhang, wie zuerst interpretiert, kann es aus herstellungstechnischen Gründen nicht gewesen sein. Es wurde gewissermaßen als Isomatte benutzt. „Eine gerade Matte, mit den Schnürchen am oberen Rand zusammengebunden, könnte aber auch kapuzenartig über den Kopf gestülpt werden und als Wind- und – allerdings nicht hundertprozentiger – Regenschutz sowie zur Tarnung bei der Jagd dienen“, erklärt die ehemalige Lektorin und jetzige Experimentalarchäologin und Archäotechnikerin. Bei der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen hilft ihr auch die Nachbarwissenschaft Ethnologie. Die Völkerkunde zeigt, dass diese Art Matten kapuzenartig über dem Kopf getragen werden. In Neuguinea zum Beispiel dienen ähnliche Matten aus Palmblättern als Regenschutz. In Japan werden sie noch heute in derselben Zwirnbindetechnik hergestellt wie die „Ötzi“-Matte.

Bei der unterschiedlichen Interessenlage der Archäologen ist es kein Wunder, dass Grundlagen und Ziele der experimentellen Archäologie immer kontrovers diskutiert werden. Dazu trägt auch bei, dass unter diesem Begriff nicht nur streng wissenschaftliche Projekte, sondern immer wieder auch museumspädagogische Spielereien bis hin zum folkloristischen Medienspektakel laufen. Die Übergänge sind dabei fließend, wie der Archäologe Dr. Timm Weski in einem Rundbrief der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie formuliert: „Manches Vorhaben, das ursprünglich als Wissenschaft begann, endete nach mehreren Jahren auf der Stufe einer Volkstanzgruppe.“

Gerade deshalb gibt es innerhalb der Wissenschaft immer wieder Auseinandersetzungen um die richtige Vorgehensweise bei archäologischen Experimenten. Denn vieles, was Museumspädagogen oder Fernseh-Leute als archäologisches Experiment verkaufen, hat damit nichts zu tun. Hier sagt auch Hein: „Wenn man als Archäotechniker im Museum auftritt, muss man aufpassen, dass man bei Vorführungen zur Steinzeit sich nicht wie ein Zeitgenosse von damals verhält. Es geht darum, sich mit den Besuchern auseinanderzusetzen, ihnen die Techniken nahezubringen und das Ganze nicht zu einer Einmannshow verkommen zu lassen.“

Ideologische Unterwanderung?

Wulf Hein unterstreicht auf die Frage nach Qualitätssicherung in der experimentellen Archäologie und in der Archäotechnik insbesondere, dass Politik in seiner Disziplin nichts verloren habe – ein berechtigter Gedanke, da gerade in den letzten Jahren der Living-History-Szene teilweise Manipulation und Verherrlichung rechten Gedankengutes vorgeworfen wurden. So kam es beispielsweise im Jahr 2008 zu einem Eklat, als bei einem Mitglied der Living-History-Gruppe „Ulfhednar“, die bis dahin deutschlandweit erfolgreich aufgetreten war, während eines Auftritts die Tätowierung des SS-Wahlspruchs „Meine Ehre heißt Treue“  sichtbar wurde. Da diese Gruppe verhältnismäßig viele Hakenkreuze, ursprünglich eine germanische Rune für „Unsterblichkeit“, bei ihren Requisiten verwendete, brachte dieser Vorfall die experimentelle Archäologie und die Museumsarchäologie in arge Bedrängnis. Ihren Vertretern wurde vorgeworfen, einer externen Gruppe die fachlich falsche Darstellung des Frühmittelalters in staatlichen Museen überlassen zu haben.

Seit den 90er Jahren verfasst Mamoun Fansa, der Leiter des Museums für Natur und Mensch in Oldenburg, Grundlagenaufsätze zum Thema experimentelle Archäologie, in denen er fordert, dass ein Experiment frei von politischen Vorstellungen durchgeführt werden muss und dabei stets wiederholbar ist, um Zufälle auszuschließen. Auch die EXAR versucht weiter die Frage zu beantworten, wie angesichts dieser Vorkommnisse Geschichte werte- und ideologiefrei durch die experimentelle Archäologie vermittelt werden kann.

Aller Anfang ist schwer

Wie wichtig die offene Auseinandersetzung mit einer ideologiefreien Vermittlung ist, zeigt gerade das Erbe der experimentellen Archäologie in Deutschland. Was immer die ersten Forscher bei Ausgrabungen fanden, wollte man buchstäblich sinnlich erfahren, nachbauen und praktisch ausprobieren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden deshalb gegen Ende des 19. Jahrhunderts etliche Laiengruppen, die sich mit diesem Wunsch auf Spurensuche nach ihren „heidnischen Vorfahren“ begaben. Dabei trugen sie häufig skurrile Kostüme, die mit fragwürdigen Methoden und Kenntnissen hergestellt worden waren und aus heutiger Sicht eher auf die Unterhaltung des Publikums zielten als auf die Lösung ernsthafter Fragestellungen.

1888 entstand dann der erste Rekonstruktionsversuch einer steinzeitlichen Pfahlbausiedlung bei Aarau in der Schweiz. Mit Begeisterung widmeten sich viele Menschen daraufhin dem Nachstellen historischer Szenerien – eine Attraktion für Tourismus und Massenmedien. So drehte die UFA 1928 den Film „Natur und Liebe“ mit Steinzeit-Darstellern im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee.

Diese Entwicklung wurde dann im Nazi-Deutschland missbraucht und in den ideologischen Überbau eingefügt. Freilichtmuseen mit „echten Germanen-Höfen“ entstanden vielerorts. Unbekümmert um Glaubwürdigkeit oder wissenschaftliche Erkenntnisse vereinnahmten die Nationalsozialisten die lebendige Archäologie für ihre Ideologie. Experimentelle Archäologie und ihre Ergebnisse sollten die Überlegenheit einer nur in rassistischem Denken existierenden arischen Urbevölkerung Nordeuropas dokumentieren. Dies war wohl der Grund, weshalb nach dem Zweiten Weltkrieg die dadurch belastete Archäologie in Deutschland nicht den Anschluss an das sach- und fachkundige experimentelle Arbeiten in anderen Ländern fand. Nach 1945 fand in Deutschland eine bewusste Abkehr von der Sinnlichkeit hin zu einer betonten Sachlichkeit statt. Archäologie gab es in den Vitrinen der Museen, nicht aber unter freiem Himmel.

Und trotz des großen zeitlichen Abstandes scheint diese Entwicklung bis heute in den Universitäten angehalten zu haben. Während in Skandinavien und den Niederlanden die experimentelle Archäologie sowohl bei Studenten als auch Professoren ein hohes Ansehen genießt, gibt es in Deutschland noch keinen eigenen Lehrstuhl für experimentelle Archäologie.

Beginn der Archäotechnik: Heyerdahl und sein Floß Kon-Tiki

Beginn der Archäotechnik: Heyerdahl und sein Floß "Kon-Tiki".

Bild: NASA

Und auch der Grundstein der neuen experimentellen Archäologie wurde von einem Skandinavier gelegt: Die abenteuerliche Fahrt des Norwegers Thor Heyerdahl von Peru nach Polynesien verhalf der experimentellen Archäologie nach dem Zweiten Weltkrieg zu neuem Interesse: Im Jahr 1947 wollte er mit seinem Balsafloß „Kon-Tiki“ beweisen, dass Menschen von Amerika auf dem Seeweg dorthin gelangt sein könnten – was ihm gelang. Zugleich wurde der Öffentlichkeit bewusst, welche Möglichkeiten derartige Experimente bieten. Bei der Ausstattung seines Floßes gingen Heyerdahl Wissenschaftler zur Hand, die sich mit den Materialien und den Techniken der Inkazeit auskannten. Heute würde man sie Archäotechniker nennen.

Wissenschaftliches Experiment oder Rekonstruktion?

Archäologie ist Wissenschaft, und experimentelle Archäologie ist wissenschaftliches Experiment. Im Idealfall basiert das Experiment also auf gesicherten Informationen wie beispielsweise Funden, schriftlichen Quellen und gegebenenfalls ethnologischen Vergleichen. Die für die Rekonstruktion eines Gegenstandes verwendeten Materialien sollten ebenso dem Original entsprechen wie die benutzten Werkzeuge und Handwerkstechniken.

Wie schwierig dies sein kann, erfährt Anne Reichert gerade. Für ihr Projekt, Rindengefäße der Bandkeramiker zu rekonstruieren, ist sie schon länger auf der Suche nach passenden, im Frühjahr frisch geschlagenen Linden, um diese dann zu entrinden – im Jahr 1999 kam ihr bei solchen Arbeiten zumindest der Orkan „Lothar“ zu Hilfe. Auch für ihre Textilrekonstruktionen aus Lindenbast gibt es das Material nicht im Geschäft zu kaufen. Was heute als Bast verkauft wird, stammt von den Blättern der Raffiapalme – im Europa der Jungsteinzeit völlig unbekannt. Deshalb stellt sie ihr Material durch Rotten von Lindenrinde selbst her – eine zeitintensive Angelegenheit.

Aber nicht zuletzt sollte das gesamte Experiment wissenschaftlich dokumentiert und jederzeit wiederholbar und damit überprüfbar sein – eine These, die auch Wulf Hein vertritt. Ihm geht es vor allem um exakte Rekonstruktionen und deren wissenschaftlich fundierte Präsentation. Die Voraussetzungen sind nicht in jedem Fall einzuhalten. Sei es, dass die Quellenlage nicht der Idealvorstellung entspricht, oder dass die beim Original verwendeten Materialen heute schlichtweg überhaupt nicht mehr zu beschaffen sind, sei es aber auch, dass ein Experiment auf Idealniveau nicht immer finanzierbar ist, wie Hein deutlich macht: „Würde ich bei größeren Projekten wie in Ulm, als ich den Löwenmenschen aus Elefantenstoßzahn mit authentischen Steinwerkzeugen hergestellt habe, meinen normalen Stundensatz verlangen, hätte die Auftragssumme für einen Oberklassewagen gereicht – unbezahlbar für das Museum und auch nicht in meinem Sinne. Deshalb entsprach dann meine Aufwandsentschädigung eher einem gebrauchten Corsa.“

Letztendlich gibt es heute auch gesetzliche Einschränkungen wie Brandschutzbestimmungen. So muss das Reet auf einer steinzeitlichen Dachkonstruktion beispielsweise mit Draht befestigt werden, und Tiere in einem Steinzeitexperiment dürfen nicht mehr mit steinzeitlichen Gerätschaften geschlachtet werden, sondern nur mit einem Bolzenschussgerät unter Aufsicht eines Veterinärs.

Nicht immer sind archäologische Rekonstruktionen auch archäologische Experimente. Es geht bei Rekonstruktionen oft darum, Ausstellungsstücke zu erhalten, mit deren Hilfe man einem breiten Publikum auf pädagogische und gleichzeitig unterhaltsame Weise die Geschichte nahebringen kann. Über Filmrechte, Eintrittspreise oder Vermietungen zum Beispiel von Schiffsrekonstruktionen werden Einnahmen für Museen oder Vereine geschaffen. Studenten und Wissenschaftler finden durch Rekonstruktionsprojekte praktische Ausbildungsmöglichkeiten, um den Standard von Dokumentation und Forschung im Bereich experimenteller Archäologie zu heben.

Von der Feuersteinklinge zum Mittelalterdorf

Das Spektrum der Experimente reicht vom Herstellen und Anwenden von Steinzeitwerkzeug über das Wiederaufrichten antiker Tempel, den Nachbau römischer Kastelle mit funktionierenden Heizanlagen und Katapultgeschützen bis hin zu Rekonstruktion und Betrieb historischer Schiffe als Modell oder Originalnachbau.

Pfahlbau Museum IN Unteruhldingen am Bodensee

Auch eine Form der experimentellen Archäologie: Das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen.

Bild: Traveller 100, CC-BY-SA

Natürlich sollte jeder Versuch so authentisch wie möglich durchgeführt werden. Neben den objektiven Einschränkungen spielt aber für die Genauigkeit des Nachbildungsprozesses (Techniken, Werkzeuge) auch die Fragestellung, die das Experiment beantworten soll, eine Rolle. So kann es im Einzelfall durchaus akzeptabel sein, etwa beim Bau einer Rekonstruktion, auch moderne Maschinen und Geräte zu verwenden. Selbst der Einsatz moderner Materialien muss der Wissenschaftlichkeit des Experimentes nicht immer Abbruch tun. Es kommt eben auf die Fragestellung und damit die Zielsetzung des Experiments an.

Pfahlbauten in Unteruhldingen - Auch eine Form der experimentellen Archäologie

Der nachgebaute Einbaum.

Bild: Wulf Hein

Und wie weit das Spektrum der Arbeiten in der experimentellen Archäologie und in der Archäotechnik reicht, zeigen auch zwei besondere Projekte Reicherts und Heins, die stellvertretend für viele andere stehen: Reicherts Versuche und Rekonstruktionen mit „Ötzis“ Schuhen bewiesen, dass in der Steinzeit Schuhwerk existierte, das es durchaus in Ausstattung und Funktion mit den heutigen Gebirgsschuhen aufnehmen kann. Hein, Spross einer norddeutschen Kapitänsfamilie, befuhr mit einem selbst hergestellten Einbaum im Jahr 2001 die Donau.

 

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