Sonnenlicht statt Bunsenbrenner? Drucken
Geschrieben von: Maren Emmerich   

Chemikalien könnten in Zukunft statt im Labor mehr und mehr auf der grünen Wiese produziert werden. Grund dafür ist, dass viele Reaktionen in der chemischen Industrie enorme Mengen an Antriebsenergie brauchen, damit am Ende das gewünschte Produkt entsteht. Steigende Rohstoffpreise machen es nun für Chemiker interessant, anstelle von Bunsenbrennergas das Sonnenlicht als Energiequelle zu nutzen.

Einer der Vorreiter in der Solarchemie-Forschung ist Michael Oelegemöller von der Universität Townsville in Australien. Dort produziert er auf dem Dach seines Institutes in einem Kolben das Unkrautbekämpfungsmittel Juglon. Dadurch spart er sich nicht nur die Bestrahlung mit einer Lampe im Labor, sondern verhindert gleichzeitig die Entstehung von giftigem Chrom als Beiprodukt: Da das Sonnenlicht mehr Energie liefert als die Laborlampe, kann man das Juglon mithilfe der Solarchemie dann auch aus anderen Ausgangschemikalien herstellen.