Zerstreuter Genmais Drucken
Geschrieben von: Dorothee Kottmeier   

Immer wieder kommt es vor, dass Wildtiere landwirtschaftliche Felder umpflügen und abernten. Fressen sie beispielsweise gentechnisch veränderten Mais, können sie den Samen der Pflanze dann auch verbreiten, wie Molekularbiologen der Technischen Universität München herausfanden. Sie wollten in einem Feldversuch die Konsequenzen eines Mahls der Wildtiere für den Mensch und die Umwelt klären. Die Wissenschaftler des vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Projekts überprüften zunächst, ob die veränderten Gene des Mais in das Fleisch der Tiere geraten können. Dazu wurden in einer Studie Körperteile von Wildschweinen und Damhirschen, die zuvor mit gentechnisch verändertem Mais gefüttert wurden, auf Gensequenzen des veränderten Mais untersucht. Dabei konnten keine Gene des Mais im Fleisch der Tiere nachgewiesen werden. Im Verdauungstrakt und Kot der Wildschweine wurden allerdings unbeschädigte Samenkörner der Pflanzen entdecket. Da diese Samen lebensfähige Keime hervorbringen können, tragen die Wildtiere zur Verbreitung bei.