Nanoteilchen in der Lunge Drucken
Geschrieben von: Carolin Mann   

Wissenschaftler an der North Carolina State University haben gezeigt, dass sich winzige Nanoröhrchen im Lungengewebe absetzen können. Nanopartikel, die gerade im Bereich der Materialkunde und Elektronik als vielversprechender Werkstoff der Zukunft gelten, stehen bereits seit längerem in Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein: Die Teilchen sind mit einem Millardstel Meter so klein, dass sie möglicherweise auch in Zellen eindringen und dort Schaden anrichten können. Die Forscher haben nun Mäuse Luft inhalieren lassen, die stark mit Nanopartikeln aus Kohlenstoff versetzt war. Diese Teilchen sind extrem stabil und zudem elektrisch leitfähig, so dass sie dereinst bei der Oberflächenbeschichtung oder in der Computertechnologie zum Einsatz kommen könnten. Die Wissenschaftler konnten nun aber nachweisen, dass sich die länglichen Nanoröhren, die eine ähnliche Struktur wie Asbestfasern haben, in den Mäuselungen einlagerten: Die Lungenaußenwand war beschädigt und vernarbt, das Lungenfell entzündet. Obwohl die Studie zeigt, dass inhalierte Nanoröhrchen bei hoher Konzentration eine schädliche Wirkung haben, sind Langzeitfolgen bisher unklar. Dennoch machen die Ergebnisse deutlich, dass ein bedachter Umgang mit der Nanotechnologie nötig ist.

Siehe auch: Nanopartikel – kleine Krankmacher?