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Bleiche Korallen

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Wenn Korallen unter Stress stehen, verlieren sie ihre Mikroorganismen. Sie bleichen aus und sterben schließlich. Wissenschaftler sprechen dabei von „Korallenbleiche“. Meeresbiologen der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)  in Silver Spring, Maryland (USA). warnten im Oktober 2010, dass im Verlauf des Jahres die Korallenbleiche in der Karibik gravierende Schäden hinterlassen könnte. Seit Juni waren die Wassertemperaturen außergewöhnlich hoch, was für Korallen im Flachwasser und in der Tiefsee Stress mit oft tödlichen Folgen bedeutet. Im bisher schlimmsten Jahr 2005 bleichten 80 Prozent der Korallen aus und 40 Prozent starben – diese Zahlen könnten diesmal noch übertroffen werden.

Korallenriffe sind komplexe Ökosysteme und bieten Lebensraum für über ein Viertel aller Meeresorganismen. Allerdings reagieren sie empfindlich auf Umweltveränderungen, besonders der Wassertemperatur. Steigt diese über das Optimum hinaus, verlassen symbiontische Algen die Korallen. Zurück bleibt nur grauer Schlamm. Das wahre Ausmaß der Korallenbleiche wird erst nach eingehender Auswertung in einigen Monaten deutlich werden.

Yvonne Treis