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Das Spendier-Gen

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Oft zu spendabel? Könnte an den Genen liegen. Denn wie Forscher der Universität Bonn herausgefunden haben, entscheidet eine kleine Änderung des sogenannten COMT-Gens darüber, ob man spendierfreudig ist.
In der Studie wurden rund 100 Studenten für jede Zahlenfolge belohnt, die sie sich merken konnten – mit Geld. Am Ende stand ihnen frei, das hart verdiente Geld mitzunehmen oder einen beliebigen Teil für einen gemeinnützigen Zweck zu spenden. Es ist seit längerem bekannt, dass es zwei Varianten des COMT-Gens gibt: COMT-Val und COMT-Met. Diese unterscheiden sich in nur einem winzigen Baustein. Probanden mit dem COMT-Val-Gen gaben im Durchschnitt doppelt so viel Geld für Spenden aus. Also: Wer anderen gerne etwas Gutes tut, muss es einfach tun. Die Gene sind schuld, wie an allem irgendwie.

Martina Kütterer