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Impfung gegen Alzheimer

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Die Alzheimerforscher Thomas Bayer und Oliver Wirths von der Universitätsmedizin Göttingen scheinen einen vielversprechenden neuen Behandlungsansatz gefunden zu haben, um das Fortschreiten von Alzheimer zu stoppen.

Bisher zielten sämtliche Behandlungen auf die Zerstörung von „Plaques“ ab – Proteinablagerungen im Gehirn von Erkrankten, von denen man vermutete, dass diese Nerven zerstören. Die Forscher fanden die eigentlichen Übeltäter in Form des Proteins „Pyroglutamat-Abeta“. Dieses Protein ist zwar in großen Mengen auch im Blut von gesunden Personen vorhanden, bei Alzheimerpatienten jedoch vermehrt im Gehirn. Vermutlich zerstören die toxischen Pyroglutamat-Abeta-Gruppen Nervenzellen und schädigen Blutgefäße. Die neu entwickelten spezifischen Antikörper verhindern dies zwar nicht, können aber im Mäuseversuch den Krankheitsverlauf bereits aufhalten, indem sie an das Pyroglutamat-Abeta binden und es so unschädlich machen.

Alice Ott

Toxische Gruppen des Proteins Pyroglutamat-Abeta (rot) sind mit Hilfe des neu entwickelten Antikörpers in den Nervenzellen zu erkennen (Zellkerne blau, Gliazellen grün). Foto von der Universiät Göttingen