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Klima und Korallen

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Eine Untersuchung an Tiefseekorallen im Nordatlantik hat gezeigt, dass sich die dortigen Meeresströmungen seit den 1970er-Jahren massiv erwärmt haben. Wechselwirkungen zwischen warmem Golfstrom und kaltem Labradorstrom bestimmen die lokalen Verhältnisse.

Lediglich letzterer enthält einen hohen Anteil an Stickstoffisotopen, die von Korallen eingelagert werden. Das Forschungsteam um den Biogeochemiker Moritz Lehmann der Universität Basel konnte nun nachweisen, dass die Korallen deutlich schwächere Isotopensignale aufweisen – ein Hinweis, dass die Stärke des Labradorstroms abnimmt. Dies geschieht erstmals seit über 2000 Jahren und könnte mit der globalen Klimaerwärmung in Verbindung stehen.

Milena Bartholain