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Migräneattacken sind vorhersehbar

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Nach Experten treten pro Tag etwa 350.000 Migräneanfälle in Deutschland auf. Dabei spielen veränderte Aktivitäten von Nervenzellen im Trigeminus-System, das im Gehirn Schmerzen vermittelt, eine große Rolle. Diese Aktivitätszyklen beobachteten nun erstmals Wissenschaftler des Universitätskrankenhauses Eppendorf in Hamburg bei einer Kernspintomographie. Die Forscher fanden heraus: Migräneanfälle sind vorhersehbar, lange bevor sich Symptome zeigen.

Bei der Studie setzten die Forscher Rosenöl und Ammoniak ein, um die Nerven im Trigeminus-System zu stimulieren. Die Migräne-Gruppe reagierte weniger auf den Ammoniakgeruch als gesunde Probanden. Allerdings steigerte sich deren Nervenzellaktivitäten, je näher eine Migräne-Attacke kam. Während der Schmerzattacke fiel die Aktivität wieder ab.

Erstmals kann erklärt werden, wann die Attacken beginnen und enden. Und wenn man weiß, wann diese Zyklen auftreten, kann man auch etwas dagegen tun: Zum Beispiel mit einer medikamentösen Therapie oder mit Alternativtherapien wie Progressiver Muskelentspannung. Damit ist es möglich, die Stärke des Migräneanfalls zu verringern oder sogar zu verhindern.

Martina Kütterer