Home » Natur

Ultraschall-Kaffeekranz in der Baumhöhle

Keine Kommentare

Fledermäuse sind genau wie der Mensch engagierte soziale Netzwerker. Über Jahre hinweg pflegen sie Freundschaften zu ihren Artgenossen, obwohl sich einzelne Gruppen regelmäßig zerstreuen und zu neuen zusammenfinden. Das fanden Forscher um Gerald Kerth von der Universität Greifswald nun heraus. Sie implantierten Mikrochips unter der Haut von insgesamt 50 Bechsteinfledermäusen, die in Wäldern in ganz Europa verbreitet sind.

Die Fledermäuse verbringen den Tag in kleinen Gruppen in Baumhöhlen. Mit Hilfe der Mikrochips verfolgten die Forscher über fünf Jahre hinweg, in welchen Höhlen die Fledermäuse sich aufhalten und mit welchen anderen Tieren sie zusammenkommen. Das Ergebnis: Bestimmte Fledermäuse verbringen die Tagesruhe bevorzugt gemeinsam und halten so soziale Kontakte aufrecht. Es wird sogar davon ausgegangen, dass sich die Tiere zu ihren Zusammenkünften verabreden – per Ultraschall und ganz ohne Facebook.

Martin Mangler