Lymphstau durch parasitäre Fadenwürmer
Copyright: Achim Hörauf/UKB

Für Betroffene bedeutet Elefantiasis, auch Elefantenmann-Syndrom genannt, eine große Einschränkung – die durch Fadenwürmer hervorgerufene Tropenkrankheit führt zu ausgeprägten Schwellungen an verschiedenen Körperteilen. Forschern des Bonner Universitätsklinikums sowie der Bonner Universität ist es nun erstmals gelungen, einen Wirkstoff zu finden, der die Würmer auch nach ihrem Larvenstadium abtötet. Dazu machten sich die Wissenschaftler die Tatsache zunutze, dass die Würmer nur in Symbiose mit den so genannten Wolbachia-Bakterien leben können: In umfangreichen Tests stellten die Forscher fest, dass das Enzym „ALAD“ für die Bakterien überlebensnotwendig ist. Daraufhin suchten sie eine Substanz, die zwar das Enzym hemmt, beim Patienten selbst aber keinen Schaden anrichtet – und wurden nach dem Test von über 18.000 Wirkstoffen fündig. Erste Tests ergaben, dass die Würmer tatsächlich innerhalb von zwei Wochen abgetötet werden können. Nun soll nach einer noch wirksameren Variante der Substanz gesucht werden.

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