Conraua alleni – ein in Westafrika ansässiger Frosch.
Copyright: Museum für Naturkunde Berlin

Amphibien gehören heute zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Tieren der Welt. Dafür verantwortlich ist unter anderem die Verbreitung  des für die Tiere sehr gefährlichen Chydritpilzes. Doch die neue Studie einer Forschergruppe des Museums für Naturkunde in Berlin gibt Grund zur Hoffnung: offenbar ist es dem Pilz bisher nicht gelungen ins besonders artenreiche Westafrika zu gelangen.
Bei ihrer Arbeit untersuchten die Forscher rund 800 Amphibien aus aller Welt mit gentechnischen Methoden auf die Pilzinfektion und verglichen die Befunde mit den örtlichen Umweltfaktoren. Dass der Pilz trotz sehr günstiger Umweltbedingungen nicht in Westafrika vorkommt könnte den Wissenschaftlern zufolge an der „Dahomey Gap“, einer Lücke im Regenwald als natürliche Barriere liegen. Eine Entwarnung können die Forscher aber dennoch nicht abgeben:  Nach wie vor gilt die Zerstörung der Lebensräume als der wichtigste Faktor für das Amphibiensterben.

getagged mit →  
Teilen →