Das Vordringen der Wikinger, von Max Naylor [Public domain], via Wikimedia Commons

Für Forscher war bislang unklar, wie die Wikinger auf See navigierten. Den Kompass gab es noch nicht, und für die weiten Entfernungen, welche die Wikinger nicht nur quer durch Europa zurücklegten, sondern auch auf Fahrten nach Grönland und Amerika, waren Hilfsmittel zur Navigation notwendig. Die Quellen sprechen oft von Sonnensteinen, welche die Wikinger auf magische Weise an die richtigen Orte geführt haben sollen. Englische und französische Forscher haben jetzt an Bord eines Wracks auf dem Grund des Ärmelkanals einen solchen Stein gefunden. Den chemischen Untersuchungen nach handelt es sich um das Mineral Kalzit. Das Sonnenlicht bricht sich in dem Steinso, dass man durch Drehen des Steins auch bei bedecktem Himmel den Stand der Sonne ermitteln kann.Dass es in Skandinavien Kalzit gibt, wusste man, doch der Nachweis eines Zusammenhangs zwischen Kalzit und der Seefahrt fehlte bislang. Zwar stammt das gefundene Schiff aus dem 16. Jahrhundert, als der Magnetkompass längst im Einsatz war. Aber der Sonnenstein wurde wohl als eine Art Rückversicherung mitgenommen.

 

 

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