Dreyfus‘ Degradierung nach dem Urteil, Henri Meyer [Public domain], via Wikimedia Commons

Der jüdische Artillerieoffizier Alfred Dreyfus wurde 1894 in Paris wegen Spionage an das Deutsche Reich verurteilt. Schon damals erhitzten die Vorgänge die Gemüter. Doch die vorgeblichen Beweise für die Verbrechen Dreyfus‘ wurden schon damals angezweifelt.  Es entwickelte sich eine große gesellschaftliche Debatte, in deren Verlauf massive antisemitische Tendenzen in Frankreich sichtbar wurden. Erst 1899 wurde Dreyfus begnadigt, aber die Gesellschaft war bereits gespalten. Die Affäre Dreyfus wurde zum Mythos der dritten Republik und zum Fanal einer französischen Gesellschaft, die sich als demokratisch und aufgeklärt verstanden hatte. Jetzt hat der „Service historique de la défense“ die Prozessakten für Historiker und für die Öffentlichkeit online gestellt. Damit besteht nun die Möglichkeit, dass jeder sich von den damaligen Vorgängen ein Bild machen kann – womit der Gerechtigkeit vielleicht genüge getan wird.

Link zu den Akten: http://www.servicehistorique.defense.gouv.fr/contenu/ead.html?id=FRSHD_PUB_00000013_ead

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