Buntbarschmännchen beim Jagen eines Bachflohkrebses.

Buntbarschmännchen beim Jagen eines Bachflohkrebses.
Foto: Denis Meuthen/Uni Bonn

Dass Lebewesen auch im Infrarotbereich nahe des sichtbaren Lichts sehen können, galt bisher als unwahrscheinlich. Nun haben Biologen der Universität Bonn in einem Experiment herausgefunden, dass Buntbarsche eben dies beherrschen. Infrarot-Strahlung mit einer Wellenlänge von 780 bis 1000 Nanometern hilft den Fischen beim Auffinden ihrer Beute. Zum gewohnten Speiseplan der Versuchstiere gehören auch die infrarot-reflektierenden Bachflohkrebse. Diese wurden den Fischen in zwei abgetrennten Kammern hinter optischen Filtern präsentiert. Dabei hielten sich die Fische signifikant häufiger vor der Kammer auf, aus der die Beute im Infrarot leuchtete. Die andere Kammer, aus der die Krebse in sichtbarem Licht strahlten, interessierte die Fische weit weniger, auch schnappten sie dort deutlich seltener nach der Beute hinter der Scheibe.

In der Natur leben Buntbarsche in flachen, trüben und schlammigen Gewässern in Westafrika, die relativ viel Infrarotstrahlung aufweisen. Daher finden es die Forscher um Sebastian Baldauf naheliegend, dass die Fische durch ihre spezielle Fähigkeit bei der Beutesuche einen evolutionären Vorteil haben.

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