Like it?
Bild: CC BY-NC SalFalko

Mit der bekannten Like-Funktion aus Facebook lassen sich noch genauere Personenprofile erstellen, als allgemein bekannt ist. Darauf weisen Psychologen um Michal Kosinski von der Universität Cambridge und dem Microsoft Research Center in der Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ hin. Dabei wurden die Daten von 58.000 Freiwilligen mit ihren Facebook-Likes verglichen. Aus letzteren konnte man viele persönliche Daten mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig ableiten. Geschlecht und Ethnie ließen sich mit über 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit richtig bestimmen, aber auch politische Einstellung, Religion und sexuelle Orientierung konnten mit über 80-prozentiger Genauigkeit vorhergesagt werden. Dagegen sind Drogengebrauch und Beziehungsstatus mit über 60-prozentiger Vorhersagerichtigkeit fast schon ungenau.

Die Forscher sehen Vor- und Nachteile dieser korrekten Vorhersage der Benutzereigenschaften. Einerseits könnten Onlinedienste besser auf ihre Besucher abgestimmt werden, andererseits besteht großes Missbrauchspotential von Onlinewerbung bis hin zur Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer statistisch zu vermutenden Eigenschaften. Man sollte in Zukunft also nachdenken, ob man etwas im Internet liket.

Artikel (kostenlos): http://www.pnas.org/content/early/2013/03/06/1218772110

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