Das geöffnetes Vorhängeschloss, ein Symbol der Open-Access-Bewegung. Von PGRsOnline CC-BY-NC-SA

Wissenschaftler und andere Interessierte möchten wissen, was Stand der Forschung ist. Wie Nutzer Zugang zu diesen Informationen erhalten und wer dafür wie viel bezahlen soll, ist umstritten. Aktivisten rufen nach freiem Zugang zu wissenschaftlichen Informationen, nach Open Access. Warum Open Access mehr als nur zwei Seiten hat, erfahren Sie von Barbara Wirxel. – Ein Bericht.

„Publish or Perish“ – veröffentliche oder gehe unter, so lautet ein ungeschriebenes Gesetz in der Wissenschaft. Wer etwas werden will oder bleiben möchte, der muss publizieren. Wissenschaftliche Verlage übernehmen einen Teil dieser Aufgabe. Sie erzeugen nicht den Inhalt, sondern besorgen das Drucken und Verteilen der Informationen. Im Gegenzug gehen die Verwertungsrechte vom Autor auf den Verlag über. Anschließend verwertet der Verlag die wissenschaftliche Arbeit des Forschers recht lukrativ. Denn jeder, der einen Artikel lesen möchte, muss zahlen.

Große Forschungsreinrichtungen und Bibliotheken führen Abonnements der Fachzeitschriften. Einzelpersonen können online auf einzelne Artikel zugreifen – gegen Zahlung einer Gebühr versteht sich. 20 bis 30 Euro sollten Sie pro Artikel einkalkulieren. Möglicherweise interessieren Sie sich für Algen in der Arktis und möchten die Originalpublikation „Export of Algal Biomass from the Melting Arctic Sea Ice“ lesen. Das kostet Sie 20 Dollar. Wohlgemerkt: für den Zugang zu diesem einen Artikel für einen einzigen Tag. Die Verlage verdienen damit gutes Geld.

Marianne Dörr, die leitende Bibliotheksdirektorin der Universitätsbibliothek Tübingen, weist darauf hin, dass „viele Verlage natürlich nicht wirklich ein Interesse daran haben, das System umzustellen. Weil denen die etablierten Verfahren mit den regelmäßigen Preissteigerungsraten natürlich sehr zupass kommen“.

In den 1990er-Jahren kam die Forderung nach Open Access, nach freiem Zugang zu wissenschaftlichen Informationen auf. Das war auch die Zeit, in der die ersten Arbeiten auf den Instituts-Homepages erschienen und die Verlage ihre Preise drastisch erhöhten. In den Neunzigern fing es an.

Warum überhaupt Access?

Für Wissenschaftler ist Zugang zu wissenschaftlichen Informationen essenziell. Ihre Arbeit besteht zu einem großen Teil darin, Informationen zu verarbeiten. Sie studieren andere Arbeiten und bauen gedanklich Brücken zu benachbarten Disziplinen. Der freie Austausch von Gedanken und Ideen ist für die Forschung unverzichtbar. Die Qualität von Forschung lässt sich nur überprüfen, wenn andere Wissenschaftler die Arbeit einsehen und das Experiment „nachkochen“ können. Damit ist Access ein Mittel der Qualitätskontrolle.

Nicht nur für Forscher, auch für interessierte Laien wie Lehrer, Journalisten oder Patienten ist die Zugangs- und Preispolitik der Verlage ein Ärgernis. Wenn die Forschung über Steuern und Stiftungen von der Gesellschaft bezahlt wird, so ihr Argument, dann sollten die Erkenntnisse dieser Forschung auch allen gratis zugänglich sein.

Das Besondere an Open Access

Die Berliner Erklärung von 2003 gilt als Meilenstein der Open-Access-Bewegung. Sie wurde initiiert von den Präsidenten der großen deutschen Forschungsorganisationen, darunter die Max-Planck- und die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Weitere nationale und internationale Unterstützer schlossen sich an.

Die Erklärung fasst den Begriff Open Access recht weit: Sie schließt das Veröffentlichen von Rohmaterialien wie Primärdaten ein und verlangt eine Rechteübertragung auf die Nutzer. Die Unterzeichner der Berliner Erklärung definieren zwei Voraussetzungen für Open Access-Veröffentlichungen. Erstens ist „allen Nutzern unwiderruflich das freie, weltweite Zugangsrecht zu diesen Veröffentlichungen“ zu gewähren sowie das Verbreiten und Verwenden der Materialien zu erlauben. Zweitens ist eine „vollständige Fassung der Veröffentlichung sowie aller ergänzenden Materialien […] in mindestens einem Online-Archiv“ zu hinterlegen. Open Access im Sinne der Berliner Erklärung ist damit wesentlich mehr als eine bloße Erleichterung des Zugangs zu Artikeln und eine Veränderung des Bezahlmodells.

Der Sinn der Erweiterung wird an einem Beispiel klar: In den letzten Jahren sind einige spektakuläre Fälle von Wissenschaftsbetrug bekannt geworden. Einer der bekanntesten Fälle ist der des Stammzellforschers Hwang Woo-suk, dessen Arbeit über die Kultivierung von elf humanen Stammzelllinien sich im Jahr 2005 als vollständig gefälscht herausstellte. Dem steht der Fall des Zellbiologen Tae Kook Kim in nichts nach. Zwei seiner in „Science“ (2005) und „Nature Chemical Biology“ (2006) veröffentlichten Arbeiten mussten später als „frei von jeglicher wissenschaftlichen Wahrheit“ deklariert werden.  Dies sind nicht die einzigen Betrugsfälle und sie beschränken sich nicht auf eine Disziplin oder einen Kontinent.  Die Qualität einer Arbeit kann besser beurteilen, wer die Details der Arbeit kennt. Durch die Freigabe der Primärdaten würden die Forschungsergebnisse transparenter und leichter zu prüfen, und dies wäre ein Beitrag zur guten wissenschaftlichen Praxis.

Der Zankapfel: das Geld

Doch nicht alle Akteure des Wissenschaftsbetriebs sind damit einverstanden. Verborgene Strukturkonflikte kommen an die Oberfläche. Sie entzünden sich an der Frage, wer für welche Leistung welchen Betrag zu entrichten hat. Mit anderen Worte: Es geht ums Geld. Sind wissenschaftliche Informationen, die mit öffentlichen Geldern bezahlt wurden, ein freies Gut? Oder sind sie ein „ein wirtschaftliches Gut, eine Ware, die als Informationsprodukt oder -dienstleistung hergestellt, gehandelt und verkauft wird, also einen Markt besitzt“, wie es das Programm der Bundesregierung zur „Information als Rohstoff für Innovationen“ im Jahr 1996 formulierte?

Es streiten sich Autoren und Verlage – allerdings nicht in einem rechtsfreien Raum. Das Urheberrecht steckt den Rahmen der Auseinandersetzungen ab. Die Gesetzgebung klärt, wie Journalisten, Musiker und andere Kulturschaffende sich gegen die kostenlose Verbreitung ihrer Inhalte wehren können. Ebenso regelt sie, wie sich die Ansprüche von Autoren wissenschaftlicher Artikel und der Verlage zueinander verhalten.

Die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher nicht sein: Forscher werden von der Gesellschaft bezahlt. Dass die Früchte dieser Arbeit für die ganze Gesellschaft zu ernten sein sollten, liegt auf der Hand. Anders bei den Kulturtreibenden und der Presse. Sie erhalten kein Gehalt oder Stipendium von der Gesellschaft. Musiker, Journalisten und andere müssen sich über den Verkauf ihrer Werke finanzieren. Eine Reform des Urheberrechts ist in Vorbereitung. Doch es ist eine große Herausforderung, dabei zwei so unterschiedlichen Gebieten wie Presse/Kultur und Wissenschaft gerecht zu werden.

Die Perspektive von Wissenschaftlern, Verlagen und Bibliotheken

Ein Wissenschaftler liest aktuelle Forschungsergebnisse. Von JasonGoto CC-BY-NC

Die Perspektive auf Open Access hängt von der jeweiligen Position ab. Die liegen für Wissenschaftler, Verlage und Bibliotheken mitunter weit auseinander. Die Wissenschaftler sind eine heterogene Gruppe: Naturwissenschaftler folgen einer anderen Publikationskultur als Geistes- und Sozialwissenschaftler.

Für Naturwissenschaftler sind vor allem Fachzeitschriften relevant. Die kostenlose Bereitstellung der Journale durch die Bibliotheken kann nicht mehr garantiert werden. Die Preissteigerungen der Verlage machen sich hier bemerkbar. Wo Etats der Bibliotheken gekürzt werden, ist auch dies zu spüren. Beides schlägt sich in Abbestellungen von Abonnements nieder. Auch die Tübinger Universitätsbibliothek habe schon mehrer Runden des Abbestellens hinter sicht, so Marianne Dörr. Vor zwei Jahren gab es eine größere Abbestellrunde.

Durch die geringere Zahl der Abonnements sinkt auch die Zahl der Leser eines Journals, eines Artikels. Damit wird die Arbeit eines Forschers weniger wahrgenommen und im Zweifelsfall auch weniger zitiert. Zitationen und Autorenschaft sind die wahre Währung der Naturwissenschaftler. Für sie stellt die Wechselwirkung von Preissteigerungen und Abbestellungen ein Problem dar. Open Access besitzt für Naturwissenschaftler eine hohe Attraktivität.

Die Geistes- und Sozialwissenschaftler publizieren vornehmlich im Buchformat. Artikel in Fachzeitschriften sind für sie weniger bedeutsam. Der Zugang zu den für sie relevanten Büchern ist über die Bibliotheken geregelt. Wenn die Bibliothek einen Buchtitel nicht vor Ort hat, gibt es ein ganzes Netz von Bibliotheken, aus denen Bücher per Fernleihe bestellt werden können. Online-Medien sind in diesen Disziplinen eine gute Ergänzung zu den Büchern, sei es für die Recherche, sei es für das Verbinden verschiedener Medien wie Text, Audio und Film. Open Access ist für Geistes- und Sozialwissenschaftler kein vorrangiges Thema.

Voneinander abweichende Bedürfnisse zwischen den Disziplinen machen nur einen Teil der Diversität aus. Durch die Doppelrolle, die einem Wissenschaftler als Autor und Nutzer zukommt, werden die Anforderungen komplexer. Als Nutzer haben die Forscher bisher meist nicht selber für das Lesen der Artikel zahlen müssen, da die Bibliotheken die gefragten Titel abonnierten. Folglich war der Druck bei ihnen nicht so hoch, dass sie sich mit den Verlagen angelegt hätten.

Umso mehr muss es den niederländischen Verlag Elsevier überrascht haben, als ein britischer Mathematiker zum Boykott eben dieses Verlages aufrief. Mathematiker stehen für gewöhnlich nicht im Verdacht, Aufstände anzuzetteln. Dieser hat es getan: Timothy Gowers, Gewinner der Fields-Medaille 1998, des mathematischen Äquivalents zum Nobelpreis. In seinem Blog äußert er sich detailliert zu den Gründen: unter anderem nennt er die hohen Preise, die Weigerung des Verlags, mit den Bibliotheken über bessere Konditionen zu verhandeln, die Unterstützung für Maßnahmen, die Open Access verhindern sollen. Mehr als 13.300 Wissenschaftler unterzeichneten den Boykottaufruf bis heute.

Die Verlage

Die Einnahmen aus den Journalen sind für Fachverlage wie Elsevier, Springer und Wiley-Blackwell beträchtlich. Bisher konnten sie hohe, teilweise sehr hohe Subskriptionsgebühren im Bereich von mehreren Zehntausend Dollar verlangen. Elsevier, der Riese unter den Fachverlagen, erwirtschaftete nach unbestätigten Angaben im Jahr 2010 einen Gewinn von 36 Prozent. Bewegungen wie Open Access stehen dem Gewinnstreben der Verlage im Weg. Daher ist ihre Haltung ablehnend.

Sie verhalten sich jedoch unterschiedlich, je nach Disziplin. In den Naturwissenschaften gibt es inzwischen Open-Access-Verlage wie BioMed Central. Einige traditionelle Verlage bieten den Autoren inzwischen auch Open Access-Optionen an. Wobei das nicht bedeutet, die Artikel wären einfach umsonst. Stattdessen werden zwei Geschäftsmodelle angeboten: Wer als Autor den „goldenen Weg“ wählt, zahlt an den Verlag eine mehr oder weniger große Summe, damit der eigene Artikel ab Erscheinungsdatum für den Nutzer frei zugänglich ist. Das renommierte Journal „Cell“ lässt sich diesen Service mit bis zu 5000 Dollar entschädigen. Der „grüne Weg“ ermöglicht eine Zweitveröffentlichung einige Zeit nach dem Erscheinen der Erstveröffentlichung.

Viele Verlage aus dem Bereich Science, Technology, Medicine (STM-Verlage) vertreiben ihre Zeitschriften bereits online. In den Geistes-und Sozialwissenschaften hat man auf diesen Schritt aus Kostengründen bisher verzichtet. Auch innerhalb der Disziplinen bietet jeder Verlag den Autoren andere Modalitäten an.

Die Bibliotheken

Einblick in eine moderne Bibliothek. Von Rob124 CC-BY

Zugang zu Wissen zu sichern, ist eine wesentliche Aufgabe von Bibliotheken. In den 1970er- Jahren stiegen die Bezugspeise für Fachzeitschriften deutlich stärker an als die Inflation. Bei den Bibliotheken führte dies zu Abbestellungen von Zeitschriften-Abonnements und Etatkürzungen. Kein Problem nur für die „kleinen“ Bibliotheken: Die große, renommierte, wohlhabende Harvard University kündigte im April 2012 an, Journale abzubestellen und forderte Fakultätsmitglieder auf, via Open Access zu veröffentlichen. Als Grund wurden die hohen Kosten und das Verhalten der Verlage angegeben. Preissteigerungen von 145 Prozent über einen Sechs-Jahreszeitraum sind für Harvard nicht zu rechtfertigen.

Hinzu kommt die Taktik einiger Verlage, Zeitschriftenbündel anzubieten. Diese enthalten sowohl relevante als auch  weniger relevante Zeitschriften. Dennoch muss die Bibliothek das ganze Paket zahlen: Die Möglichkeit, aus dem Paket nur die gewünschten Journale zu beziehen, gibt es nicht. Das unnötig ausgegebene Geld für Zeitschriften, die niemand liest, fehlt an anderer Stelle. Einige Journale kosten jährlich mehrere Zehntausend Dollar, bis zu 40.000 Dollar sind üblich. Ein Beispiel: Die Zeitschrift „Brain Reseach“ verlangt zur Zeit für eine „institutional print subscription“, das Abonnement der Print-Version an eine Institution, 24.038 Dollar pro Jahr.

Teile der wissenschaftlichen Literatur sind in wissenschaftlichen Einrichtungen wegen dieser Preispolitik nicht zugänglich. Heute sind öffentliche Bibliotheken zum Teil Betreiber von institutionellen Repositorien und sichern damit einen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen. Repositorien sind Datenbanken, die Publikationen und Forschungsdaten langfristig und mit festem Link, zum Beispiel doi-Adressen, der Öffentlichkeit kostenfrei elektronisch zugänglich machen. Auf einem institutionellen Repositorium werden Werke von Angehörigen einer Institution, zum Beispiel einer Universität, veröffentlicht.

Die Gefahr, dass Bibliotheken durch Open Access an Bedeutung verlieren könnten, sieht Marianne Dörr „nur theoretisch“. Die Umstellung geht nicht von heute auf morgen vonstatten. Die Bibliothek habe eine „Beratungs- und Vermittlungsfunktion“, sagt sie. „Beim Open-Access-Publizieren können Autoren sich auch an uns wenden. Wir schauen uns die Publikationsbedingungen von Verlagen an, erklären, wie das läuft, welche Unterschiede es gibt. Es gibt eine Menge schwierig zu differenzierender Modelle.“

Darüber hinaus trete die Universitätsbibliothek Tübingen auch selbst als Anbieter eines institutionellen Repositoriums auf. „Wir bemühen uns um Publikationen auf dem grünen Weg.“ Autoren, die Aufsätze publiziert haben, deren Rechte wieder bei dem Autor liegen, „können sich an die Bibliothek wenden. Nach dem Urheberrechtsgesetz ist das bei Zeitschriftenaufsätzen normalerweise nach einem Jahr der Fall, es sei denn, man hat im Verlagsvertrag etwas anderes vereinbart.“ Die Aufsätze werden zum Teil gescannt, anschließend katalogisiert und auf dem Repositorium bereitgestellt, so das Vorgehen der Universitätsbibliothek Tübingen. Die Metadaten werden an Verbundkataloge und Suchmaschinen gemeldet, was die Auffindbarkeit und Verbreitung der Artikel fördert.

Der Aufbau einer Infrastruktur für die dauerhafte Sicherung eines Online-Zugangs und die Digitalisierung analoger Medien kostet Geld. Dies gilt für Bibliotheken und Verlage gleichermaßen. Open Access bedeutet also nicht „umsonst“. Doch der Endverbraucher, der Leser, soll die Kosten nicht tragen. Der deutsche Bibliotheksverband unterzeichnete als eine der ersten Einrichtungen die Berliner Erklärung.

Das Ende der Bibliotheken sieht Marianne Dörr nicht eingeläutet. „Der Informationssektor ist ein dynamischer. Für Bibliotheken ändert sich viel in den Aufgabenstellungen. Früher wäre eine Bibliothek nicht selbst als publizierende Einrichtung aufgetreten, wie das mit den Repositorien der Fall ist. Die Panik, dass Institutionen untergehen, weil sich bestimmte Medien verändern, die teile ich nicht.“

Wohin des Wegs?

Die Diskussion um Open Access hat sich in den Neunzigern an einem Strukturkonflikt entzündet. Sie ist noch nicht beendet. Wer in der Publikationsstruktur zahlt, bleibt offen. Eine Einigung auf ein einziges Finanzierungs- und Publikationsmodell scheint unwahrscheinlich, da die beteiligen Verlage, Nutzer, Autoren und Bibliotheken ihre Interessen gegeneinander abwägen müssen. Schon die Vorstellung dessen, was Open Access sein und erreichen soll, variiert. Darüber hinaus ist die Rechtslage je nach Land verschieden. Forschung macht an den Ländergrenzen nicht halt. Wenn ein Land wie Deutschland den rechtlichen Rahmen durch eine Urheberrechtsreform verändern sollte, hat das keinen Einfluss auf die Rechtsprechung anderer Länder.

Auf Grund der diversen Interessen und der unterschiedlichen Rechtsprechung scheint die Entwicklung hin zu einem einzigen Modell für Open Access unwahrscheinlich. Mit Blick in die Zukunft wünscht sich Marianne Dörr, „dass die Open-Access-Bewegung ein starker Player wird. Ich würde mir wünschen, dass die weiterhin existierenden kommerziellen Verlage eine Gegengewalt spüren. Und uns wäre schon in vielem damit geholfen, wenn sich wirklich eine Gegenmacht aufbauen würde, die Exzesse verhindert und die insgesamt dazu führt, dass wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln möglichst viele Informationswünsche der Wissenschaft befriedigen können.“

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