Die Welteroberung auf der To-Do-Liste – auch unrealistische Ziele motivieren. CC-BY Paula Denner

Realistische, selbst gesetzte Ziele steigern die eigene Leistung am besten. Zu diesem Ergebnis kommen die Ökonomen Sebastian Goerg und Sebastian Kube vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn. In einem Versuch mussten verschie- dene Gruppen Bücher in einer Bibliothek finden. Durften sie dabei die Anzahl der zu findenden Exemplare selbst festlegen, fanden die Probanden mehr Bücher als bei einer pauschalen Vorgabe. Motivierend war dabei vor allem ein finanzieller Anreiz für jeden Fund.

Die Probanden schätzten die Anzahl der auffindbaren Bücher übrigens wesentlich realistischer ein, wenn ihnen bei einer Unterschreitung eine verminderte Bezahlung drohte. Die Kontrollgruppe, die beim Unterschreiten ihrer eigenen Zielsetzung keine negativen Konsequenzen zu spüren bekam, nahm sich tendenziell zu viel vor. Interessanterweise war die letztere Gruppe dennoch erfolgreicher als eine Vergleichsgruppe ohne Zielsetzung – unrealistische Ziele sind also immer noch besser als gar keine.

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