250.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Schlaganfall, danach haben häufig mit schwerwiegenden Folgeerkrankungen zu kämpfen. Durch den Einsatz von Antikörpern nach einem Schlaganfall können diese Auswirkungen erheblich abgemildert werden, wie ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Neurologen Tim Magnus vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf herausfand.

Die Wissenschaftler untersuchten menschliche Schlaganfall-Zellkulturen. Bei einem normalen Schlaganfallverlauf bilden sich im Gehirngewebe auch außerhalb des eigentlichen Schlaganfallzentrums Entzündungen. Durch den Einsatz von Antikörpern konnten die Forscher ein Ausgreifen des Schlaganfalls auf weitere Gehirnzellen blockieren.

Die dafür benötigten kleinsten Antikörperfragmente, die sogenannten Nanobodies, haben die Eigenschaft, Zielstrukturen spezifisch zu erkennen. Außerdem sind sie durch ihre geringe Größe optimal angepasst und lösen keine allergischen Reaktionen aus. In einem von der EU geförderten Projekt werden nun die Funktionen der Nanobodies weiter untersucht, um eine wirksame Therapiemethode zu entwickeln.

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