Nach einem Schädel-Hirn-Trauma klagen viele Patienten über Müdigkeit und über mangelnde Motivation, außerdem können sie Informationen nur langsam verarbeiten.Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) in Darmstadt hat nun neue Erkenntnisse zu dem sogenannten Fatigue-Syndrom veröffentlicht. „Die Müdigkeit, die Menschen nach einem Schädel-Hirn-Trauma erleben, ist selten physischer Art, sondern mental“, erklärt die DGKN-Expertin Sylvia Kotterba, Direktorin der Klinik für Neurologie an der Ammerland-Klinik in Westerstede. Studien im Schlaflabor zeigen, dass bei betroffenen Patienten während der Schlafphase weniger Hormone freigesetzt werden, die für Lernprozesse und Stressbewältigung wichtig sind.

Die Forscher halten deshalb eine Kombination aus Hormon-, Licht- und Verhaltenstherapie für vielversprechend, um Symptome wie Ängstlichkeit, Depression und Schläfrigkeit zu vermindern.

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