Tief Luft holen und ausatmen – so könnte die Zukunft der Darmkrebsuntersuchung aussehen. Da Tumorwachstum den Stoffwechsel verändert, ist beim Ausatmen die Zusammensetzung der Luft verändert. Diese besteht aus 58 gasförmigen Substanzen, im Fall von Darmkrebs treten 15 dieser Substanzen in erhöhter Konzentration auf. Diesen Umstand nutzt ein Test aus, den Forscher um Donato Altomare im italienischen Bari entwickelten. Sollte der Test für die Praxis geeignet sein, wäre dies ein Fortschritt. Denn bisher ist für die Untersuchung auf Darmkrebs eine Darmspiegelung oder Stuhlprobe nötig. Die Darmspiegelung ist zwar präzise, jedoch unangenehm. Die Stuhlprobe ist nicht-invasiv, aber ungenau: Die Trefferquote liegt bei 20 bis 40 Prozent. Der neue Test der Atemluft erzielte in einer Blindstudie eine Treffsicherheit von 76 Prozent, berichtet das British Journal of Surgery am 5. 12.2012.

getagged mit →  
Teilen →