Forschern der Universität Oxford um Christopher Bronk Ramsey ist es gelungen, die Radiokarbonmethode zur Altersbestimmung organischer Stoffe zu verbessern. Die Wissenschaftler nahmen Sedimentproben vom Grund des japanischen Sees Suigetsu und maßen den C-14-Anteil in den untersten und damit ältesten Schichten.

Bei der C-14-Methode wird der Verfall radioaktiver Isotope in organischem Material analysiert, um das Alter zu bestimmen. Der See wurde gewählt, weil er einzigartig regelmäßige Ablagerungen ohne störende Umwelteinflüsse enthält. Die dort gewonnene neue Vergleichsskala erlaubt Archäologen eine genauere Datierung von Funden – bis zu 53.000 Jahre zurück. Die C-14-Datierung kann ihre Vorteile vor allem dann ausspielen, wenn die Methoden der auf kulturellen Erzeugnissen basierenden Altersbestimmung nicht möglich sind.

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