Tabakpflanzen haben in der Regel eine Lebensdauer von nur wenigen Monaten. In ihrem Erbgut befinden sich Sequenzen, die den Wachstumsstopp, das Blühen und damit auch das Absterben der Pflanze bewirken. Forschern des Fraunhofer Instituts für Molekularbiologie und Ökologie IME um Dirk Prüfer haben nun diesen genetischen Schalter gefunden – und sie konnten ihn umgehen. „Die erste unserer Tabakpflanzen ist nun fast acht Jahre alt“, so Prüfer, „und wächst und wächst und wächst.“

Prüfer und sein Team haben das entsprechende Gen so verändert, dass der Blütezeitpunkt immer weiter hinausgezögert wurde. Dieses modifizierte Gen schleusten sie über ein Bakterium wieder in die Pflanze ein. Das Prinzip wollen die Wissenschaftler jetzt auf andere Pflanzen, aktuell etwa Kartoffeln, übertragen.

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