Angeln hat in Deutschland eine starke Lobby. Mehr als drei Millionen Deutsche sind im Deutschen Anglerverband organisiert. Doch woher kommt das Interesse am Angeln, am Erbeuten der Fische? Ein Forscherteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Museums für Ur- und Frühgeschichte Potsdam ist dieser Frage auf den Grund gegangen. Es untersuchte über 12.000 Jahre alte archäologische Funde.

Dabei entdeckte das Team, dass sich die Ursprünge des Angelns bis in die Zeit der Jäger und Sammler vor 12.300 Jahren zurückverfolgen lässt. „Wer bisher annahm, dass die Jägerkulturen der ausgehenden Eiszeit ausschließlich mit Speeren Jagd auf Großtiere machten, wird eines Besseren belehrt – sie angelten nämlich auch schon Hecht!“, so erklärt Privatdozent Robert Sommer vom Institut für Natur- und Ressourcenschutz.

Die Wissenschaftler schließen aus verschiedenen archäologischen Funden, dass es am Ende der Eiszeit zu einem Wandel im ökonomischen Verhalten des Menschen kam: Die hoch spezialisierten Großtierjäger begannen mit dem Angeln. „So passten sie sich an die zunehmende Klimaveränderung an“, erläutert Sommer

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