Seltene Erden und andere Industriemetalle werden unter menschenunwürdigen Bedingungen aus Erz gewonnen. Warum die Kontrollen so schwierig sind und auch Recycling seine dunklen Seiten hat, erklärt Philipp Widmann. – Ein Hintergrundbericht.

Windkraftanlagen stehen für umweltschonende Energieerzeugung, Elektroautos für moderne Mobilität, Smartphones und Computer machen unser Leben einfacher. Alle haben eines gemeinsam: Sie enthalten ganz besondere Metalle, ohne die sie nicht hergestellt werden könnten oder sehr viel ineffektiver wären – die „Seltenen Erden“. Zu ihnen gehören 17 Elemente, mit außergewöhnlich klingenden Namen wie Neodym, Ceroxid oder Praseodym. Vor allem in Produkten der „Grünen Technologien“ werden diese verwendet.

In den letzten Jahren ist der Bedarf an diesen Metallen für Hightech-Produkte stetig gestiegen. Zum Beispiel findet Neodym in Magneten für Elektromotoren oder Windturbinen Verwendung. Neodym verstärkt die magnetischen Eigenschaften und steigert so die Effizienz.

Warum sind Politik und Wirtschaft so nervös, wenn es um weiteren Nachschub dieser Rohstoffe geht? Denn, anders als es der Name vermuten lässt, kommen die „Seltenen Erden“ recht häufig im Gestein vor. Experten sind sich einig, dass es weltweit ausreichend Vorkommen gibt, die den Bedarf decken können. Doch in den letzten Jahren mussten Minen in den USA, Kanada und Australien ihren Betrieb einstellen. Der Abbau der Erze, aus denen die Metalle gewonnen werden, ist mit massiven Umweltverschmutzungen verbunden und war politisch nicht mehr tragbar. Hinzu kam, dass sich viele Minen durch die globale Preisentwicklung wirtschaftlich nicht mehr rentierten. Vor allem China konnte durch die sehr viel niedrigeren Umwelt- und Sicherheitsstandards die Metalle zu Dumping-Preisen auf dem Weltmarkt anbieten. Westliche Firmen haben frühzeitige Beteiligungen an Projekten in China versäumt, um sich nicht direkt an der schmutzigen Produktion beteiligen zu müssen. Mit der Zeit hat sich China zum Weltmarktführer entwickelt, insbesondere bei Industrie-Metallen wie Antimon, Magnesium, Seltene Erden, Wolfram und Indium.

Umstrittene Rohstoffquellen

Lange Zeit ging die Strategie der westlichen Firmen auf, doch die Folgen werden nun sichtbar. Peter Buchholz, Leiter der Deutschen Rohstoffagentur, betont: „China ist zum Land mit dem größten Einfluss auf die absolute Rohstoffnachfrage aufgestiegen. Auch langfristig wird China die weitere Entwicklung auf den Rohstoffmärkten maßgeblich beeinflussen.“ Importländer wie die EU, USA und Japan hängen nun am Tropf der Chinesen. Auch Deutschland ist bis zu 100 Prozent von Importen abhängig. Doch wie wird es jetzt weitergehen?

In den letzten Jahren ist nicht nur in Ländern mit Hochtechnologie-Industrie der Bedarf an den begehrten Metallen gestiegen. Schwellenländer wie China beanspruchen durch ihren Wirtschaftsboom und für ihre eigene aufstrebende Hochleistungsindustrie immer mehr an den kostbaren Metallen. Um die eigene Versorgung zu sichern, setzt vor allem China auf exportbeschränkende Maßnahmen. Als Folge sind die Preise für die High-Tech-Metalle in schwindelerregende Höhen gestiegen. Bisher wurden die Metalle frei auf dem Weltmarkt gehandelt, nun wird die Versorgungslage immer brisanter.

Ist die Hightech-Industrie in Deutschland und anderen westlichen Ländern gefährdet? Drohen Produktionsausfälle und Lieferengpässe? Zu der genauen Versorgungssituation herrscht Stillschweigen. Deutsche Firmen halten sich zu diesem Thema bedeckt und wollen keine Stellungnahmen abgeben.

Fakt ist, dass bereits die ersten Zulieferunternehmen über Lieferengpässe klagen. Im März 2012 haben die EU, die USA und Japan das zweite Mal bei der World Trade Organisation eine Klage gegen die Exportbeschränkungen Chinas eingereicht. Doch es gibt keine Anzeichen dafür, dass China seine Ausfuhrbeschränkungen aufheben wird. Vielmehr werden diese noch verschärft. „Viele Länder haben Vorkommen an Seltenen Erden, man kann nicht allein von China erwarten, alle Vorräte bereitzustellen“, gibt Gan Yong, der Vorsitzende des chinesischen Industrieverbandes für Seltene Erden, zu bedenken und verweist darauf, dass die Beschränkungen dem Schutz der Umwelt sowie der Vorräte dienen. „Selten waren Rohstoffpolitik und Rohstoffsicherheit so weit oben auf der wirtschaftlichen, politischen und auch öffentlichen Agenda“, sagt Thomas Heil, CEO der CRONIMET Mining AG.

Folgenreicher Abbau

Doch worauf beruht unsere Wohlstandsgesellschaft mit den scheinbar „Grünen Technologien“ und Hightech-Produkten der Industrie? Wie sieht es auf der Seite der Produzenten in den Exportländern aus? Allein 97 Prozent der weltweit geförderten Seltenen Erden kommen aus China, die Hälfte davon wird in Südchina in illegalen Minen gefördert. Das chinesische Baotou ist derzeit Welthauptstadt der Seltene-Erden-Produktion.

Der Erzgehalt im Gestein ist jedoch niedrig. Deshalb müssen große Mengen an Gestein abgebaut werden. Um die Metalle aus dem Fels zu extrahieren und zu säubern, wird das Gestein mit Chemikalien und sauren Bädern behandelt. Dabei fallen große Mengen an giftigem Abwasser und nicht verwertbarem Material an, welche die Umwelt stark belasten. Neben Abgasen, saurem Regen und Staub sind toxische und radioaktive Substanzen in den sauren Minen-Abwässern Hauptverursacher von verschmutzen Gewässern, verseuchten Böden und vergiftetem Grundwasser. Die Auswirkungen sind katastrophal. Schwere Erkrankungen wie Bauchspeicheldrüsenkrebs, Lungenkrebs und Leukämie haben in Baotou seit der Ansiedlung der Bergbau-Industrie drastisch zugenommen. Auch die Landwirte leiden unter den verseuchten Böden und der Zerstörung von Ackerland. Viele Bauern sind gezwungen, ihren Besitz aufzugeben und abzuwandern, da eine Bewirtschaftung des Landes nicht mehr möglich ist. Und Baotou ist kein Einzelfall.

Neue alte Minen

Im Zuge der jüngsten Preisanstiege und der unsicheren Wirtschaftslage werden geschlossene Minen wieder rentabel. Einige werden ihren Betrieb in den kommenden Jahren wieder aufnehmen. Es wird damit gerechnet, dass bis 2015 neben den Minen Mt. Weld in West-Australien und Mountain Pass in den USA Minen in Vietnam, Kasachstan und Indien wieder in Produktion gehen. Und weitere werden bis 2020 folgen. Von den weltweit 381 Projekten sind nur 17 derzeit für die Industrie interessant, jedoch oftmals noch nicht wirtschaftlich. Die Erschließung neuer Minen ist langwierig und bringt viele Probleme mit sich. Eines der größten ist die zum Teil hohe Radioaktivität des Gesteins. Sie birgt nicht nur große Umweltrisiken, sondern verzögert auch die Genehmigungen für den Abbau. Zwischen fünf und zehn Jahren braucht es dann, bis die Metalle auf dem Markt sind.

Um die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen langfristig zu verbessern, haben sich Unternehmen der deutschen Industrie Anfang 2012 zusammengeschlossen, um Rohstoffprojekte bei der Erkundung und Bewertung zu unterstützen und so Bezugs- und Beteiligungsoptionen für deutsche Unternehmen zu schaffen. „Wir arbeiten im Rohstoffbereich eng mit den Kooperationsländern und der deutschen Privatwirtschaft zusammen – zu beiderseitigem Nutzen“, sagt Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. „Die Kooperationsländer profitieren vom deutschen Know-how in der Förderung und Verarbeitung von Rohstoffen. Im Gegenzug bekommen deutsche Unternehmen Zugang zu wichtigen Ressourcen. Denn gerade eine Exportnation wie Deutschland ist auf die Bodenschätze anderer Länder zwingend angewiesen.“ Obwohl von wirtschaftlicher und politischer Seite immer wieder eine „Win-win-Situation“ für Export- und Importländer propagiert wird, kritisieren Menschenrechtsorganisationen, dass diese Projekte nur einen einseitigen Nutzen haben.

Zwangsarbeit im Kongo

Es sind aber nicht nur die Metalle der Seltenen Erden, welche für Hightech-Produkte unersetzlich sind. Auch Gold, Zinn, Wolfram und Tantal gehören zu den begehrten Metallen der Industrie. Die Demokratische Republik Kongo (DRC) könnte zu den reichsten Ländern der Welt gehören. Doch Kriege und Machtinteressen stürzten das Land in ein Chaos ohne funktionierende Regierung. Neben der Umweltverschmutzung sind es vor allem Korruption, Missmanagement und direkte finanzielle Verbindungen des Militärs zur Förderindustrie, welche die eigentliche Schattenseite des Bergbaus darstellen. 2004 wurden schätzungsweise Mineralien im Wert von einer Milliarde US-Dollar aus der DRC exportiert und etwa noch einmal so viel über den Schwarzmarkt.

Derzeit werden über 50 Prozent der Weltproduktion des begehrten Metalls Tantal in der DRC und umliegenden Ländern aus Coltan-Erz gefördert. Im Gegensatz zu den Seltenen Erden ist die Gewinnung nicht so aufwendig. Der größte Teil wird in einfachen Minen von Arbeitern geschürft und mit primitiven Mitteln aufbereitet. Große Minen sind durch die schlechte Infrastruktur kaum noch vorhanden.

Die Rebellengruppen zwingen viele Menschen zur Arbeit in den Minen. Kinderarbeit, Vergewaltigungen und Prostitution gehören zur Normalität. Über die Hälfte der Minen im Ost-Kongo werden durch Rebellen kontrolliert. Sie finanzieren durch Handel, Wegezoll und Ausbeutung der Arbeiter den Bürgerkrieg. Er ist für viele Akteure ein lukratives Geschäft, und es gibt somit kaum Bemühungen, den Krieg zu beenden.

Drehscheibe für den Export zu Firmen in den westlichen Ländern sind die kongolesischen Städte Bukavu und Goma. Nur wenige Firmen, die in den Handel eingebunden sind, arbeiten mit ordnungsgemäßen Lizenzen und Zulassungen. Die Spuren zu den eigentlichen Profiteuren werden durch die undurchsichtigen Handelsbeziehungen verwischt.

Fairtrade-Rohstoffe?

Im Jahr 2010 verabschiedete Präsident Barack Obama ein neues US- Finanzmarktrecht, den Dodd-Frank-Vertrag. Nach Artikel 1502 des Vertrags zählen Tantal, Wolfram, Zinn und Gold zu den sogenannten Konfliktrohstoffen. Der Vertrag sieht eine Meldepflicht für gehandelte Konfliktrohstoffe aus Zentralafrika und speziell aus der Demokratischen Republik Kongo vor, um der Finanzierung von Kriegen und den Menschenrechtsverletzungen einen Riegel vorzuschieben. Mit der Verkündung der Ausfuhrbestimmungen durch die amerikanische Börsenaufsicht am 22. August 2012 ist das Gesetz in Kraft getreten.

Alleine die Ankündigung dieser Nachweispflicht hat zu einem Einbruch des Handels mit der Demokratischen Republik Kongo geführt. Viele Firmen fürchten einen Imageverlust und weichen lieber auf andere Bezugsquellen aus. Doch ein generelles Handelsembargo für Rohstoffe aus diesen Ländern ist insofern problematisch, als viele der exportierten Erze aus Minen des Kleinbergbaus stammen. In diesen Minen werden die Erze mit einfachsten Mitteln gewonnen, ohne industrielle Methoden und Strukturen. Der Kleinbergbau stellt für einen großen Teil der Bevölkerung die Lebensgrundlage dar. Es wird vermutet, dass die Hälfte des geförderten Zinns aus Kleinbergbauminen stammt. Die Schürfbetriebe sind oftmals nicht direkt in die Finanzierung von Kriegen verwickelt, sondern leiden selbst unter der Kontrolle durch Rebellen-Gruppen.

Um dennoch eine ökonomische Entwicklung der Länder zu fördern, bemühen sich Initiativen aus Industrie, Regierungskommissionen und zivilen Vereinigungen um die Entwicklung von Lieferkettenkontrollen. Ziel soll ein Zertifizierungssystem sein, welches konfliktfreie Minerale kennzeichnet und eine transparente Handelskette gewährleistet. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) formulierte international geltende Richtlinien zur Sorgfaltspflicht in den Lieferketten von Konfliktmineralen: international akzeptierte Umwelt-, Sicherheits- und Sozialstandards sollen respektiert werden. Die Richtlinien reglementieren jedoch nur den Export, nicht aber den Abbau und Handel.

Doch gerade die Transparenz der Handelsbeziehungen innerhalb des Landes – vom Erzabbau bis zur Schmelze – spielt eine Schlüsselrolle. Schmuggel und Kontrollen von Rebellen-Gruppen sind zumeist dafür verantwortlich, dass die Herkunft der Erze verwischt wird. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover unterstützt die Zertifizierung dieser Handelsketten in Zentralafrika, um eine Rückverfolgung von der Schmelze bis zur Mine zu gewährleisten. Für den Herkunftsnachweis werden dazu Referenzerze aus den Abbaugebieten mit einer Herkunftssignatur belegt. Jedes Erzvorkommen hat eine eigene Entstehungsgeschichte, die sich in der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung der Minerale wiederspiegelt. Durch geochemische Analyseverfahren und Altersdatierungen können dann die Erze eindeutig einer Mine zugeordnet werden. Dieser chemische Fingerabdruck erlaubt eine zusätzliche Absicherung des Identifizierungsverfahrens der Tin Supply Chain Initiative (iTSCi-Tagging), welches die Identifizierung der Mine und des weiterverarbeitenden Betriebes mit Hilfe von Barcodes gewährleisten soll.

Doch einmal aufgeschmolzen und mit anderen Erzen vermischt, verschwindet jegliche Information über den Herkunftsort, da sich die chemischen Elemente vermischen und eine Zuordnung nicht mehr möglich ist. Deshalb wurde das sogenannte Conflict-free-Smelter-Programm initiiert, um Schmelzbetriebe zu zertifizieren, die nachweisbar Erze aus konfliktfreien Minen verarbeiten.

Schrott als Rohstoffquelle? Recycling!

Um in Zukunft eine sichere Versorgung an kritischen Metallen sicherzustellen, suchen Fachleute verstärkt nach Lösungen. Die Rückgewinnung von kritischen Metallen aus Elektronikschrott ist eine Möglichkeit und zudem eine wichtige Komponente im Wirtschaftskreislauf. Recycling könnte in Zukunft die Rohstoffverfügbarkeit in Deutschland sicherstellen.

Doch Recycling in Deutschland ist noch zu teuer. Martin Faulstich von der Technischen Universität Clausthal gibt zu bedenken, dass die Preise für Seltene Erden ungeachtet der Preisanstiege immer noch zu günstig sind, um ein Umdenken in der Industrie zu bewirken – in dem Sinne, dass sie mehr in die Entwicklung von Recycling-Verfahren investiert.

Und was passiert, wenn der anfallende Elektronikschrott nicht wiederverwertet werden kann? Als Folge wird dieser immer häufiger als „Second-hand-Ware“ umdeklariert und illegal in Länder der Dritten Welt exportiert. Dort ist die Aufbereitung des Elektronikschrotts billiger, weil die Umweltstandards niedriger sind und weil Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften fehlen. Daher hat sich die Elektroschrott-Aufbereitung in diesen Ländern bereits als wichtiger Wirtschaftszweig etabliert. Jedoch führen die schlechten Recycling-Techniken zu großen Umweltverschmutzungen mit Blei und giftigen organischen Verbindungen, die Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Vor allem Afrika, China und Indien werden vom falsch deklarierten Elektroschrott überflutet.

Auf den ersten Blick profitieren die Exportländer vom scheinbar billigen Absatzmarkt in der Dritten Welt. Doch der illegale Handel mit Elektronikschrott ist ein Problem für die Recycling-Wirtschaft und für die Entwicklung neuer Recycling-Techniken. Umso grotesker erscheint die Vorstellung, dass gerade in diesen Ländern die Metalle wiederum aufwendig aus dem Gestein extrahiert werden und zu uns exportiert werden.

China beginnt zu handeln

Und wie sieht unsere Zukunft aus? Der „Run“ auf neue Vorkommen ist eröffnet. Nach einer Studie der Universität Bonn wird der Nachfragedruck aus China jedoch allmählich nachlassen. Aus anderen Schwellenländern wie Brasilien, Russland und Indien ist im Moment keine große Nachfrage zu erwarten, und die aktuelle Wirtschaftskrise hat einen dämpfenden Effekt. So sind in den letzten Monaten die Preise für Seltene Erden stark eingebrochen. „Als Reaktion wurde in China die Produktion heruntergefahren, und die Regierung hat beschlossen, weitere Reserven anzulegen“, sagt Thomas Grob von der TRADIUM GmbH und fügt hinzu, dass China verschiedene Maßnahmen im Kampf gegen illegalen Abbau und Warenschmuggel in die Wege geleitet hat. Grob verweist auf einen Bericht der Internet-Plattform „Metal Pages“ im letzten Jahr. Danach übersteigt der Anteil der illegalen Exporte die der legalen um circa 20 Prozent – und hat somit einen erheblichen Einfluss auf den Weltmarktpreis. „Sobald diese Maßnahmen greifen, werden die Preise zwangsläufig wieder drehen“, gibt Grob zu bedenken.

Die Erkundung von neuen Vorkommen läuft auf Hochtouren, und die Politik steht nicht still, um neue Rohstoffverträge und Partnerschaften abzuschließen. Trotz alledem muss ein Umdenken stattfinden. Es muss weiter in die Forschung investiert werden, um Möglichkeiten zu finden, diese kritischen Metalle in Hightech-Produkten zu ersetzen und Aufbereitungstechniken im Recycling wie auch bei der Extraktion zu verbessern.

Nicht zuletzt liegt eine große Verantwortung beim Verbraucher: Er muss bereit sein, höhere Preise für Hightech-Produkte zu zahlen. Diesen Herbst wird die niederländische Firma Fairphone das erste Mobiltelefon auf den Markt bringen. Bas van Abel, Leiter von Fairphone, erklärt, dass nur Mineralien von Minenarbeitern verarbeitet werden, die nicht von Rebellengruppen ausgebeutet und kontrolliert werden und die einen fairen Preis für ihre harte Arbeit erhalten. „Ich gehe davon aus, dass wir wieder zu größeren Telefonen zurückkehren“, sagt van Abel. Er will keine neuen Designs oder technischen Neuentwicklungen auf den Markt bringen, er will einen Denkanstoß geben.

 

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