Dass sich Rothaarige aufgrund ihres hellen Hauttyps nicht ungeschützt der Sonne aussetzen sollten, ist allgemein bekannt. Nun hat eine internationale Forschergruppe herausgefunden, dass das Risiko für Rothaarige, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken, unabhängig von übermäßiger UV-Bestrahlung besteht. Schuld daran ist Phäomelanin, ein rot-gelbes Pigment, welches aufgrund einer Genvariante bei Rothaarigen vermehrt gebildet wird. Dass dieses Phäomelanin kaum geeignet ist, vor UV-Strahlen zu schützen, ist bereits seit Längerem erwiesen. Allerdings haben die Forscher nun entdeckt, dass dieses Pigment in Verbindung mit einer Krebsgen-Mutation auch ohne UV-Bestrahlung schwarzen Hautkrebs begünstigen kann.

Rote Haare sind eine besondere Genvariante. CC-BY Paula Denner

Zu diesem Resultat gelangten die Forscher nach zwei Versuchsreihen mit genveränderten Mäusen, die leicht Tumore entwickeln. Beim ersten Versuch registrierten sie das Auftreten von Hautkrebs bei Mäusen mit Phäomelanin. Im zweiten Versuch diente eine Gruppe von Albino-Mäusen als Vergleichsgruppe. Da Albinos gar keine Pigmente entwickeln können, verfügen sie auch nicht über Phäomelanin. Im Gegensatz zu den Phäomelanin-Mäusen erkrankten die Albino-Mäuse ohne UV-Bestrahlung seltener und später an Hautkrebs.

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