Heute werden mit automatisierten Suchmethoden  jährlich einige hundert Supernovae (SN) in den Tiefen des Weltalls aufgespürt. Da fällt die am 21. Januar entdeckte Supernova SN2014J völlig aus der Reihe.

Supernova SN2014J Uni Potsdam Feb 2014

„Zigarren“-Galaxie M82 mit SN2014J
Foto: R. Hainich und M. Pietschmann, Universität Potsdam

Kurios: Sie ist bereits mit einem Amateur-Fernrohr erkennbar und wäre um ein Haar dennoch übersehen worden  –  wegen ihrer Helligkeit hatten Suchprogramme sie als Störobjekt ausgesondert. Da bedurfte es schon des Glückstreffers von Steve Fossey und vier Studenten vom University College London (UCL), als sie bei einer Übung das große UCL-Teleskop testweise auf die nur 12 Millionen Lichtjahre entfernte, sogenannte „Zigarren“- Galaxie Messier M82 richteten.

Rarität: SN2014J ist eine SN vom seltenen „Typ 1a“. Supernovae dieses Typs bieten besonders hohe absolute Helligkeit, stets fast identisches Verhalten und machen daher als sogenannte „Standardkerzen“ Forschungen zur mysteriösen „Dunklen Energie“ experimentell möglich – bisher als einzige. Da uns SN2014J zudem relativ nah ist und daher hell erscheint, sind in Bälde Messungen von hoher Präzision zu erhoffen – ein weiterer Glücksfall für Astronomie und Kosmologie.

Zum Weiterlesen : 

Hintergrundbericht auf spiegel.de

Blogbeitrag von Silvana Seppä auf der Website der Universität Potsdam

 

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