Der Trend ist eindeutig: Moderne Kamerahersteller werben damit, mittlerweile die 18- Megapixel-Marke hinter sich zu lassen. Doch steigt die Bildqualität wirklich, wenn eine Kompaktkamera mit dem Format einer Zigarettenschachtel die Pixelzahl einer großen Spiegelreflexkamera übertrumpft? Leider nein.

Da die integrierten Sensoren nicht mitwachsen, werden die Bilder sogar konstant schlechter. Es treffen nämlich immer mehr Bildpunkte auf eine gleich groß bleibende Fläche (den Sensor). Daher wird der verfügbare Platz immer weiter unterteilt, so dass pro Pixel eine immer geringere Menge Licht zur Verfügung steht, was wiederum elektronisch kompensiert werden muss und zu Bildfehlern führt. Dietmar Wüller, Gründer der Firma Image Engineering in Frechen ist Initiator der „6-Megapixel-Initiative“. Als Verfechter solider Bildqualität stellt er sich gegen den Megapixel-Wahn. Seit Jahren versucht er dem Trend entgegenzuwirken und fordert eine Rückkehr zu angemessenen Pixelzahlen – denn zu viele Megapixel braucht kein Mensch.

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