Gegen Thrombose nehmen Risikopatienten Gerinnungshemmer, müssen als Konsequenz bei Verletzungen aber lebensgefährliche Blutungen befürchten − dem abzuhelfen, erschien bisher wie die Quadratur des Kreises.

Es könnte aber durch den Antikörper 3F7 gelingen, den ein deutsch-schwedisches Forscherteam entwickelt hat. Er ist in der Lage, sich an das aktive Zentrum des Enzyms FXIIa, das für die Thromboseentstehung mit verantwortlich ist, direkt anzudocken und es dadurch zu blockieren, ohne dass dadurch wohl die Fähigkeit zur Blutgerinnung beeinträchtigt wird.  Auf Basis von erfolgreichen Kliniktests jedenfalls erläutert Thomas Renné vom Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf:  „Die Gabe von 3F7 verhindert effektiv das Entstehen neuer Thrombosen. Gleichzeitig steigt das Risiko von Blutungen nicht an.”

Verlaufen die weiteren Untersuchungen und klinischen Prüfungen ebenfalls erfolgreich, darf man mit den Forschern hoffen, dass in fünf bis zehn Jahren durch risikoarme 3F7-Therapien lebensgefährdende Schlaganfälle, Herzinfarkte, Embolien und Hirnblutungen weitgehend vermeidbar sein werden.

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