Das gesündeste Sandwich ist grün, das am wenigsten gesunde rot gekennzeichnet. Foto: Mass. General Hospital Nutrition and Food Service

Das gesündeste Sandwich ist grün, das am wenigsten gesunde rot gekennzeichnet.
Foto: Mass. General Hospital Nutrition and Food Service

Das Massachusetts General Hospital führte 2010 in seiner Kantine versuchsweise eine Ampelbeschilderung für Lebensmittel ein. Das Experiment war Bestandteil einer Studie, die klären sollte,  was für ein System Menschen dazu bringt,  gesünder zu essen. Bei den meisten Lebensmitteln ist es inzwischen üblich, die Nährwerte wie Fett, Zucker und Kohlenhydrate auf den Produkten anzugeben. Das Problem ist, dass die meisten Käufer nicht genügend Kenntnisse haben, um diese Angaben richtig zu interpretieren.

Wissenschaftler verschiedener Institute erarbeiteten deshalb ein Ampelsystem. Sehr gesunde Lebensmittel wurden mit einem grünen Zeichen versehen, weniger „gute“ mit einem gelben und die Lebensmittel, die den geringsten Nährstoffgehalt besitzen, mit einer roten Markierung. Diese Kennzeichnung sollte dazu führen, dass die Konsumenten, angespornt durch die „Lebensmittelampel“, sich für die gesunden Nahrungsmittel entscheiden.

Das Ergebnis, jetzt veröffentlicht im Fachblatt „Preventive Medicine“,  war sehr positiv. Die Anzahl derjenigen, die auf die Nährwertangabe auf den Produkten achteten, verdoppelte sich.  Außerdem kauften die Besucher der Kantine, nachdem die „Ampelbeschilderung“ eingeführt wurde, häufiger Produkte mit einer grünen Ampel, also gesündere Nahrungsmittel. Dieses einfach zu verstehende Ampelsystem wäre folglich eine gute und simpel durchzuführende Möglichkeit, gesunde Ernährung zu fördern.

Coverbild: CC-BY 2.0 Dennis Wong

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