Ein einzigartiger Schädelfund in Dmanisi (Georgien) zwingt Züricher Anthropologen zum Umdenken. Ein vollständig erhaltener Schädel aus der menschlichen Frühzeit vereint Merkmale in sich, die normalerweise auf unterschiedliche Entwicklungsstadien der Gattung Mensch hinweisen. Die Anthropologen der Universität Zürich, speziell Christoph Zollikofer und Marcia Ponce de León, gelangten zu einer revolutionären Erkenntnis: Statt der bislang angenommenen Artenvielfalt der ersten Hominiden muss die Forschung künftig die Vielfalt einer einzigen Art, des „Homo Erectus“, akzeptieren. Das Formenspektrum dieser fossilen Population ist demnach genauso ausgeprägt wie bei den modernen Menschen. Außerdem zeugen Funde in Afrika, Eurasien, China und sogar Java (Indonesien) davon, dass unsere Vorfahren bereits echte Global Player waren, die vor 2 Millionen Jahren aufbrachen, die Welt zu entdecken.

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