Skarabaen_Gyronotus perissionottoi_Lynette Clennell

Ein Exemplar der neuen Art Gyronotus perissionottoi.
Foto: CC-BY 3.0 Lynette Clennell

Artensterben war offenbar gestern. Unter den Käfern Afrikas ist eine ganze Gattung vom Aussterben bedroht: der Genus Gyronotus aus der Familie der Scarabaeidae (zu Deutsch: Blatthornkäfer). Die Gruppe bestand bisher aus nur sechs Käferarten, alle flugunfähig. Nun sind zwei neue Arten hinzugekommen: Gyronotus perissionottoi und Gyronotus schuelei, die in einer aktuellen Publikation gemeinsam beschrieben wurden. Sie leben in Savannengebieten des südlichen Afrika und sind damit in ihrem Genus eine Seltenheit: Die meisten Gyronotus-Arten sind Waldbewohner. G. schuelei ist nur durch zwei einzelne Exemplare, ein Männchen und ein Weibchen, aus dem Westen von Swasiland in Südafrika belegt.

Gyronotus zählt deswegen zu den bedrohtesten Genera der Scarabaeidae, weil er durch seine Flugunfähigkeit Umweltveränderungen schutzlos ausgeliefert ist. Er gehört zu der uralten Skarabäen-Familie Canthonini, die noch auf dem Superkontinent Gondwanaland entstanden ist.

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