Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen (UDE) widersprechen in einem Report dem am 13. November vom Sachverständigenrat Wirtschaft („Wirtschaftsweisen“) vorgelegten Jahresgutachten. Dieses warnte unter anderem vor der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro, weil der die konjunkturelle Entwicklung behindern und der deutschen Wirtschaft schaden könnte.

Berliner “StreetArt” als Werbung für den Mindestlohn
Foto: CC BY 2.0 Robert Aghte

Die Forscher des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) betonen hingegen,  neuere Studien würden vielmehr die konjunkturbelebende Wirkung eines Mindestlohns beweisen. Außerdem sei die Auswirkung eines Mindestlohns individuell abhängig von der Struktur  der jeweiligen Volkswirtschaft.

In Deutschland sehen die Ökonomen aus Dusiburg-Essen die Bedingungen jedoch günstig: Man verfüge über einen hohen Bildungsgrad und relativ innovative Firmen , ähnlich wie Dänemark, wo gar ein Mindestlohn von 14 Euro positive Effekte auf dem Arbeitsmarkt zeigte. Und auch aus anderen Beispielen ließe sich lernen: In Großbritannien sah man, dass viele Unternehmen erstaunlich gut auf höhere Löhne umstellen konnte, wenn die Einführung frühzeitig angekündigt wurde.

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