Kein Taschengeld für gute Noten!

Geld für gute Noten: Eltern streiten sich seit Jahrzehnten, ob das gut für ihre Kinder ist. Der Psychologe Christof Kuhbander kommt mit seinem Team nun aber zu dem Schluss, dass es dem Lernen sogar schadet, wenn Erfolg vergütet wird.

(Bild: CC0 Pixabay)
Lernen für Geld – das falsche Motiv. Bild: CC0 / Pixabay

Zu diesem Ergebnis kommt die Forschergruppe nach einer Studie mit 60 Probanden zwischen 19 und 33 Jahren. Die Testeilnehmer sollten sich Deutsch-Suaheli-Vokabeln merken. Die erste Gruppe bekam für jede richtige Vokabel einen Euro. Die Vergleichsgruppe bekam nichts. Am Ende konnten sich die Teilnehmer aus der ersten Gruppe an weniger Vokabeln erinnern als die Vergleichsgruppe. Nach einer Woche wurden die Teilnehmer nochmal abgefragt. Wieder das gleiche Bild: Die Teilnehmer, die entlohnt wurden, konnten sich an weniger Vokabeln erinnern.

Das Ergebnis ist also eindeutig. Entschuldigt, liebe Kinder, aber es ist zu Eurem Besten: Kein Taschengeld für gute Noten.

Die Veröffentlichung ist online abrufbar.

Gustav Theile

Gustav studiert im Bachelor Wirtschaft, Politik, Literatur und Koeranistik in Tübingen. Irgendwann wird er damit mal fertig sein. Er engagiert sich für mehr Vielfalt in den Wirtschaftswissenschaften in Tübingen und international. Im Studentenfutter befasst er sich mit dem Stipendienwesen in Deutschland und fragt sich, warum die gefördert werden, die sowieso schon privilegiert sind.