Pubertät + Spitzensport = Krise?

Sport ist gesund, Spitzensport nicht in jedem Alter. Bild: CCO / Pexels – Photo of Sport

Die Pubertät ist eine schwierige Zeit. Das gilt besonders für junge Spitzensportler, die mit den körperlichen Veränderungen in dieser Zeit zu kämpfen haben. Dass es für pubertierende Nachwuchssportler auch an entsprechender Förderung mangelt, stellte Astrid Schubring in einer Studie am Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen fest.

Die Erwartungen gegenüber den jungen Sportlern sind hoch: Sie sollen ihren Körper im Griff haben. Können sie diese Erwartungen nicht erfüllen, weil der Körper sich nicht nach dem Ideal der jeweiligen Sportart entwickelt und Verletzungen oder Überlastungsbeschwerden auftauchen, kommt es oft zur Krise, fand Schubring. Die jungen Sportler reagieren auf den Misserfolg mit Selbstvorwürfen, höherem Trainingspensum oder medikamentöser Behandlung. Schubring bemängelt, dass Nachwuchssportler nicht ausreichend medizinisch betreut werden. Auch die Förderkriterien – zumeist leistungsbezogen – sieht sie kritisch. Jugendliche verschweigen Schmerzen, spielen Verletzungen herunter und ignorieren langfristige Gesundheitsfolgen.

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, empfiehlt die Sportwissenschaftlerin eine stärkere Individualisierung des Trainings und eine bessere medizinische und physiotherapeutische Betreuung. An die Verbände appelliert sie, in die Weiterbildung ihrer Trainer zu investieren.

Bianca Jennifer Rousek

Bianca Rousek ist 22 Jahre alt und studierte Soziologie an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Nachdem sie bereits längere Zeit als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung tätig war, gab ihr das Seminar eine Möglichkeit, eine andere Seite des Journalismus kennenzulernen. In ihrer Freizeit verbringt Bianca viel Zeit in ihrem Akkordeon-Verein, dem sie schon seit ihrer Kindheit angehört. Eine besondere Vorliebe hegt sie außerdem für Hunde.