Zu viel Salz ist ungesund

Bild: Salz (CC0)
Tödliches Salz? Bild: CC0 / Pixabay

Wer zu viel Salz zu sich nimmt, läuft Gefahr, dass Wunden bei ihm langsamer heilen. Das haben Katrina Binger, Matthias Gebhardt und Dominik Müller vom Experimental Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) und der Charité-Universitätsmedizin Berlin in einer Studie nachgewiesen.

Schon länger haben Wissenschaftler den Verdacht, dass Salz eine große Rolle bei Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen und Krebs spielt. „Doch sind die Erkenntnisse darüber zum Teil noch sehr umstritten, weil man die Mechanismen nicht kennt“, sagt Müller. Auch sei es noch schwer, die optimale Menge für den täglichen Konsum zu bestimmen.

In der Studie bekamen Nager Futter mit verschiedenem Salzgehalt. Die Folge: Bei Nagern mit stark salzhaltigem Futter ermüdete das Immunsystem. Das Salz hatte die Fresszellen, die sogenannten Makrophagen, des Immunsystems geschwächt, so dass Wunden und Entzündungen nur langsamer verheilen konnten.

Die drei Wissenschaftler haben herausgefunden, welcher Mechanismus für diesen Prozess verantwortlich ist. So kann man gezielter forschen und auch die gefährliche Menge an Salz im Essen herausfinden. Bis dahin gilt es, sparsam mit Salz umzugehen.

Erkan Binici

Erkan studiert islamische Theologie an der Universität Tübingen. Er ist auch in der politischen Bildungsarbeit mit Jugendlichen tätig und tastet sich in den Journalismus vor. Bei Studentenfutter hat er beides gefunden: Futter fürs Hirn und Journalismus mit Studenten.