Die nächste Eiszeit fällt aus

Eisfläche in der Antarktis (Bild: CC-BY Stephen Hudson/Wiki Media Commons)
Ewiges Eis: So wird es bei uns nicht aussehen. Bild: CC-BY Stephen Hudson / Wikimedia Commons

Das vom Menschen produzierte Kohlendioxid (CO2) wird die nächste Eiszeit verhindern. Zu dieser Erkenntnis kamen Wissenschaftler um Andrey Ganopolski am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Die Forscher simulierten ein Modell der Erde einschließlich Atmosphäre, Ozeanen, Eisflächen und dem weltweiten Kohlendioxid-Zyklus. Sie analysierten so die Auswirkungen der CO2-Emissionen auf das Eisvolumen in der nördlichen Halbkugel über die Zeit. Sonneneinstrahlung und die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre seien die ausschlaggebenden Kriterien, um die letzten acht Eiszeit-Zyklen der Erde zu erklären.

Auch ohne menschlichen Einfluss wäre die nächste Eiszeit erst in 50.000 Jahren erreicht. So allerdings fällt diese aus: Erst in 100.000 Jahren sei wieder damit zu rechnen. „Es ist wirklich verblüffend: Der Mensch ist in der Lage, einen der fundamentalen Mechanismen zu stören, die die Welt geformt haben, wie wir sie heute kennen“, sagt Ganopolski.