Genmanipulierte Maus hilft Alzheimer-Forschung

Mäuse halten ihren Kopf für Alzheimerforschung hin. Bild: CC BY-SA George Shuklin / Wikimedia Commons

Am Institut für Pathobiologie der Universitätsmedizin Mainz haben Wissenschaftler unter der Leitung von Claus Pietrzik mittels Tierversuch die bestehende Hypothese bestätigt, dass im Gehirn produzierte Aß-Peptide toxisch werden und die Erinnerungs- sowie die Lernfähigkeit beeinträchtigen, wenn sie nicht aus dem Gehirn in die Blutbahn abtransportiert werden können.

Ausgangspunkt der Forschung war die sogenannte Amyloidhypothese. Ihr liegt die bereits bestehende Erkenntnis zugrunde, dass Aß-Peptide (lösliche Eiweißfragmente) eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Alzheimer spielen. Aß-Peptide können über die Blut-Hirn Schranke entsorgt werden. Die Entsorgung lässt mit zunehmendem Alter nach. Gelangen die im Hirn gebildeten Aß-Peptide in Ermangelung einer Transportmöglichkeit nicht aus dem Gehirn, aggregieren sie dort und stören wichtige Gehirnfunktionen. Laut der Amyloidhypothese sind Anhäufungen längerer Aß42-Peptide für den bei Alzheimerpatienten beobachteten Verlust von Nervenzellen verantwortlich.

Die Forscher der Universitätsmedizin Mainz entwickelten nun als neues Tiermodell eine Maus, bei der ein Transporter der Blut-Hirn-Schranke deaktiviert und damit der Abtransport der Aß-Peptide gestört wurde. Sie konnten damit bestätigen, dass sich der Anteil der Aß-Peptide im Gehirn erhöht und dies negative Auswirkungen auf die kognitiven Leistungen des Tiers hat.