Datenschutz: Forschungsdaten werden EU-weit nutzbar

Neue europaweite Datenschutzstandards für die Wissenschaft in Sicht.
Neue europaweite Datenschutzstandards für empirische Forschung in Sicht. Bild: CC0 / Pixabay

Im sogenannten Trilog-Verfahren hat die Europäische Union eine Einigung für neue europaweite Datenschutzstandards erzielt. Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) sieht darin essentielle Belange der empirischen Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften berücksichtigt. Für eine qualitativ gute empirische Forschung und wissenschaftlich begründete Politikberatung sei es notwendig, Daten für wissenschaftliche Zwecke auch über den ursprünglichen Erhebungszweck hinaus weiterverarbeiten zu können. Dies wird nun mit dem neuen Entwurf der EU-Datenschutzgrundverordnung möglich. Sie regelt auch die Weiterverarbeitung sensibler Daten. Im Textentwurf werden Anonymisierung und Pseudonomysierung als geeignete Datenschutzverfahren bezeichnet und verankert.

Die Verordnung muss Anfang des Jahres 2016 noch vom Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union verabschiedet werden. Sie wird dann voraussichtlich Anfang 2016 europaweit in Kraft treten und, nach der vorgesehenen zweijährigen Übergangsphase, 2018 die geltende Richtlinie 95/46/EG (Datenschutzrichtlinie) ersetzen.