Stammzellimplantat gegen fortschreitenden Sehverlust

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Etwa 35 Prozent der über 65-Jährigen leiden unter Makuladegeneration, einer zunehmenden Beeinträchtigung des scharfen Sehens im mittleren Sehbereich. Damit ist diese Form des Sehverlusts eine der häufigsten altersbedingten Augenerkrankungen. Humane embryonale Stammzellimplantate können jedoch altersbedingten Sehverlust aufhalten oder gar verbessern, wie eine kalifornische Forschungskollaboration im Frühjahr 2018 im Fachjournal Science Translational Medicine publizierte. Die Implantate bestehen aus embryonalen Stammzellen der obersten Netzhautschicht. Damit stellen sie einen neuen Ansatz in der Retinaforschung dar. Ärzte des renommierten USC Roski Eye Institut brachten die Implantate bereits operativ in die Netzhaut von Patienten. Ein Teil der Probanden zeigte Verbesserungen im Sehvermögen; schlechter wurde es bei keinem der Patienten.


Pauline Jeckel

Pauline Jeckel promoviert in der Fachrichtung molekulare Neurobiologie. Wissenschaftliche Inhalte für eine breite Masse verständlich zu machen hat ihr schon immer Spaß gemacht. Um nun über den Tellerrand des Laboralltags hinauszublicken hat sie bei Studentenfutter kurzerhand ihr Fachwissen mit dem Journalismus verknüpft.